rA i ^ DIE VERBREITUNG dm FISCHE MONOGRAFIE VON Prof. Dr. J. PALACKY. ZWE1TE VERMEHRTE AUFLAGE, MIT BKTERSTUTZDN& DER iDK BOfll. &ESELLSCHAFT DER W1SSEHSCHAFTEK PRAG. DRUCK VON F. SIMAgEK. — SELBSTVERLA.G. 1895. ' - -u>' ^ Vorwort zur zweiten Auflage. Ich habe mich zur zweiten Auflage nach englischer Weise deshalb entschlosseu, weil ich wohl Zusatze, aber. kerne Anderung (bis auf eine S. 191) bringe. Icb babe der kon. bohm. Gesellschaffc der Wissenscbaften zu danken, dass sie dieselbe ermoglichte; ferner Allen, die mich unterstiitzten, vor Allera der US. Fisheries-Commission, Dr. Stein- dachner, Dr. Siebenrok, Dr. Lonberg. Prag, am 8. Juli 1895. Prof. Dr, J. Palacky. Mall fler Znsatze to zw eiten Anflap, 1. Zittel: Paleontologie S. 1—5. Kleinere paleontologiscbe Notitzen S. 5, 6. 2. Familien S. 6—10. Serraniden S. 7. Centrarchiden S. 7. Scomberiden,. Labriden, Scariden S. 7. Pleuronektiden, Sciaeniden, Scopeliden S. 8. Aale, Spariden S. 9. 3. Landerfaunen: Europa S. 10—11. Schweiz S. 10. Asien S. 11—15. Amurland S. 11. Malaisien S. 13. Afrika S. 15—17. Sauvage, Madagascar und westl. indischer Ocean S. 15; Australien S. 17. . Amerika S. 17—26. Brasilien S. 17. Galopagos S. 18. Californien (Meer) S. 19. Nordamerika S. 20—-22. Siidmexiko und Centralamerika (Land) S. 23. Siidamerika S. 24—26. Anhang: Meeresfaunen nach Brown Goode S. 26. Zusatze tier zweiten Auflage. In den letzten Jabren ist am meisten auf palaeontologischem Gebiet gearbeitet worden. Wir haben uns entschlossen einen Auszug aus Zittel'a Palaeontologie zu geben — auf die Gefahr der Wiederholung einzelner Daten, da seit Agassiz keine vollstandige und einheitliche Uebersicht er- schienen ist. Cope (Origin of the fittest) blieb uns noch unbekanut. Das so ,,ideenreiche" Werk von Simroth (Entstehung der Landthiere) brachte una nichts Neues, ja Manches Unrichtige, z. B. Cyprinus agone (!) neben Clupea finta (= juv.), was doch schon z. B. Canestrini berichtigte. Die Clupeiden aind ja haufig in Fliisaen, wie endemische Salmoniden in Seen (s. w.). Das- selbe gilt von Dawsons interessanter Chain of life — nichts Ichthyologisches. Mit den Grundideen — Entstehung der Lebewesen an der Ktiste, der Fische ina Uferschlanim kOnnte man sich einverstandeu erkliiren — aber ein Beweis dafiir fehlt und die Physostomen sind eher ein Ruckschritt als ein Fort- schiitt. Da uur Knochen erhalten bleiben, ist jede Synonymie fossiler Fische schon darum unsicher. Eher stimmen wir mit Pfeffer mehr uberein, s'> z. B. beziiglich der Littoralfauna (Versuch iiber die ergeschichtliche Entwickelung der jetzigen Verbreitungsverhaltnisse unserer Thierwelt. Hamburg 1891; p. 33), des Charakters der Susswasserychthys der Sudsee (p. 49). Zuzuliigen wiire (p. 48), dass Periophthalmus Kolreuteri mit dem Schwanze athmet (Hikson). Bei den Labyrinthfisehen ist der Indische Ocean die Urheimat — fur Afrika wie Indien. Der Nil war ja einst mit dem Indischen Ocean verbunden und damit ist aueh die Biiicke iur Westafrika gegeben, daa iibrigena viele indische Formen hat, z. B. die vielen Impatiensarten. Die Studien der pela- gischen Fischeier und Jugendformen, die mit der Challenger- und Plankton- expedition, dann Liittken (Spolia atlantica) begonnen, versprechen noch viel Wichtiges, wenn aueh bisher verhaltnismassig wenig sichergestellt iat. Fur einen hGchst ^yichtigen Fortschritt halten wir das genaue Studium der indi- viduellen Variation — d. h. der Abweichungen innerhalb der Avtgrenze, welches die nordamerikanische Schule — Altmeister Cope voran — so sehr auszeichnet: — fast der gesammte Fortschritt fallt jetzt auf Nordamerika — wie wir in Wien auf dem Tage der deutschen Naturforscher uad Aerzte offentlich auerkannten. In Euiopa ist die Ichthyologie zuruckgeblieben, wie uberhanpt die Zoologie der Vertebraten. Die ubrigens keineswegs vollstandige, aber seit Agassiz und Roger, erste Aufzahlung der fossilen. Fische bei Zittel hat c. 1500 species in 700 gen. Das Missverhaltniss zwischen genera und species entsteht durch die Unvollstandigkeit der Aufzahlung der Letzteren. Darunter sind (?) 13 gen. Conodonten, 86 gen. min. 120 sp. Selachier in 11 Familien: 1)5 Noti- danus, 2) 7 gen. Hybodiden (Hybodus — 3 bohmisch nach Reuss), B) ca. .20 (gen. 3) Cochliodontiden, 4) 10 gen. Centracioniden (Kohle, Kreide, Acrodus, Ptychodus), 5) 7 gen. Scylliideu (Pristiurus exioiius Wagn. in Dentschlands Kreide, Gomtodus Agassizi Reuss in Bohmen, 2 gen. Scylliolamniden, 6) 16 gen. Lamniden (3 Oxyrhina aus Kreide und Miocaen, 3 Odontaspis, 4 Lamna, aueh cornubica, Alopecias, 4 Carcharodon haufig im ostl. Pacilik, Oorax pristodontus aus Dachel), 7) 6 gen. Carchariden (Haie — Hemipristis serra des Rothen Meeres im ungarischeu Miocaen, Galeocerdo, Galeus, Sfyrna, 1 Carcharias), 8) 5 gen. Spinaciden (Acanthias rotundatus, marginatus Reuss in Bohmen, 9) Centroforus (Pictet hat primaevus im Libanon, Scymnus), 10) 6 Xenacanthiden (ausgestorben, Bohmen, Texas), 11) 2 gen. Squatina (7), Beyrichi Notl., im sammlandischen Bernstein und Trigonodus. Ferner hat er ca. 12 gen. (?) Ichthyodoruliten (Stacheln — vom Silur bis zuin Tertiaer — indetermin.). Batiden zahlt er 47 g., ca. 75 sp. in 9 Familien und zwar die Pri- stiden 2 g. (Propristis Dames, Eocaen in Fajjum, 5 Pristis im europSiischen und nordamerikanischen Tertiaer), 2) Prrstioforus in der Molasse von Balfc- ringen und Squaloraja im Lias. 3) Psammodonten, ausgestorben ca. 12 gen., 9 in Irland (Kohle). Archaeobatis (Newb. indische Kohle), Copodus in England und Nordamerika (Kohle), 4) Petalodonten (nur Ziihne, ausgestorbene 12 oder 23 gen. in der Kohle und Perm der United States, Englands und Russlands), 5) Myliobatiden 8 gen. (Europa und Nordamerika, M. gazolai Skelet in Bolca), Actobatis 2 im Miocaen, Apocopodon nach Cope in Pernambuco. 6) Rhino - batiden 5 gen. (R. primaevus in Bolca, Libanon, Asteroderma im Jura. 7) Ra- jiden 7 gen. (6 Raja Tertiaer, Arthropterus 2 gen. im amerikanischen Lias). 8) Trygouiden 6 g. (Tr. gazzolae in Bolca, Teniura im Miocaen U. S. 9) Tor- pediniden 3 g. (T. gigantea, Bolca, Astrape im Bernstein von Sammland.) An Chimaeriden hat er 14 —20 gen. in ca. 60 sp. (Egerton allein). Es sind daher tnehr gen. und fast ebenso viele fossile species beschrieben, als lebende, doch liegt dies wohl in der unvollstandigen Kenntniss, die auch keine geographische Schliisse erlaubt. Reicher ist das Mateiial bei den Ga- noiden, Dipnoi 12 gen., ca. 30 sp., darunter 9—10—18 Ceratodus in Indien, Cap, Montana, Colorado bis zur Tiias (11) hinauf, eigentliche Ganoiden incl. Chondrosteer in 10 Familien ca. 200 gen., 450 —500 sp. Die Familien sind (fossil). 1) Pteraspideen (vom Silur ab — Spitsbergen, Pefiora und Pennsyl- vania durch Russland, England etc.), 2) fossile Cefalaspideen (Murchisoni vom Silur ab — Dawsoni in Gasp6, Thyestes und Tremataspis auf Osel, 3) Pla- codermen fossil — nach Huxley die Urahnen der Teleosteer (Siluriden) — Asierolepis bohem., Pterichthys, Bothriolepis (Canada, Schottland, Russland), Coccosteus in Bohmen, Livland, Canada, Ohio, Dinichchys in Ohio und bei Gerolstein in der Eifel, 4) Acipenseiiden (A. toliupicus im Londonthon, Spa- tulariden (2 gen. Ohio, ab Devon), Crossofolis Cope im Eocaen Wyomings, Chondrosteus (Egerton) im Lias. 5) Acanthodiden (meist im Devon in der Kohle Schottlands), 6) Crossopterygier (Phaneropleuron, Coelacanthinen (hier die Macropomen der bohin. Kreide, Cyclopterinen (Signoodus vom Saltrange Indians, Rhombodipterus (ab Devon), Polypterinen. 7) Heterocercen: Paleo- nisciden (Kohle, Trias). Cheirolepis devon., Amblypterus (Penn-Semil, Autun, Lebach), Platysomiden (Kohle-Perm). 8) Lepidosteiden, Semionotus (bis See- feld), Dapedius Rhat, Lias (Wdrtemberg, England — egertoni in Goudwaua), 3 Tetragonolepis, sowie Lepidotus (Staerodont. Solenhofen-Reims) im Dekkan, Saurodontiden meist uiesozoisch (Pholidophorus, Trias bis Seefeld, Rhyncho- (Microlepidoti, Pachycormus (Boll, England), Cyclolepidoti, Caturus Jura, Ha- lecomorphi-Amiopsis, Opsigonius, Lessina, Amia = Cyclurus (Kutschlin) ma- crocefalus Reuss, Frankreicb, Wyoming, Protamia. 10) Pycnodonten (Gy- lodus, Coelodus, Paleobalistes, Bolca, im Libanon, Chalons — Cleithrolepis in N. S. Wales, Australien. Nur bei den Cycadeen finden wir ein etwas ahnliches Beispiel des Niederganges einer einst kosmopolitischen Familie. Zugleich ist diese Familio ein starker Beweis fur die ursprungliche Gleichartigkeit der alten Faunen, wenn Lepidotus vom Trias Europas (Perledo), vom Jura Wurttembergs durch Wealden bis zum Eocen (Paris) — andererseits bis nach Dekkan reicht, Da- pedius vom Trias von St. Cassian bis in den Lias von England, Frankreich, Wiirttemberg und nach Gondwana, Coccosteus von Ohio und Akadien nach Livland und Deutschland, urn Ceratodus hier nicht zu wiederholen. AnTeleostiern im weiteaten Sinn'fiihrt Zittel ca. 325 gen. und ca. 700 spec. auf. Cyelostomen und Leptocardien ftthlen. Von Plektognathen kennt er 10 (—13 (?) gen. init 23 sp.) nahmlich: Tetrodonten 4 gen. mit 12 spec. u. z. 7 Diodon in Bolca, Licata, Oran, Indien, Carolina, Progymnodon (Milgendorfi ira Eozan von Fajyum), 2—3 Ostracion (Bolca), 2 Protobalistes ebendaselbst, Orthagoriscus in der Kreide von Sussex, Ancistrodon in der Kreide von Texas, Aachen, Malta, Libyen, Eocaen bei Cairo, Oligocaen bei Vicenza. An Lofobrancbiern hat er 5 gen., 7 sp., durchwegs im Tertiaer (Bolca 2 gen., Syngnathus helinsi in Radoboj, 2 Sifonostoma in Italien). Von Anacanthinen 13 g. 37 sp. fuhrt er an 11 g. 17 sp. Gadiden (Phycis Suessi Inzersdorf, Morrhua saquadatensis Steind. Es fehlt z. B. Morrhua minima Kramb., Striusia strinsia Steind., 3 Gadus Kramb., 4 Brosmius — fehlt B. elongatus, Kramb. aus Sused, Merlucius bosniaski Lawley aus Toseana. 2) 2 gea. 10 sp. Pleuronectiden, 7 Rhombus, Bolca, Licata, 3 Solea in Gabbro — fehlt z. B. Rhombus gentiluomini Lawley (Toseana). Auch die Pharyngognathen sind arm, ca. 30, narnl. 2 gen. 8 sp. Pomacenrriden (Bolca, Priscacara in Wyoming), 8 gen. 14 sp. Labriden (Phyllodes cretaceus in der bohm. Kreide, Nummopalatus in Deutschland, in Frankreich — Sau- vage hat 9 neue, 7 aus Boulogne, Italien, Nordafrika, Siidcarolina, Labrus im Miocaen bei Wien, Schweiz; 3 gen. 8 sp. Chromiden vom Libanon und aus der westfalischcn Kreide. Zahlreich sind dagegen die Physostomen, deren er 16 Familien, 144 gen., ttber 300 sp. aufzahlt — ohne die Characinen — die doeh Sau- vage im'englischen Eocaen erwahnt (Macrodon trahira noch in Amerika le- bend, Ischyrocefalus in westf. Kreide, Omiodon cabassii in Italien (Bassani). Die wichtigste Familie ist die der Clupeiden, 40 gen. iiber 100 sp., deren Herkunft von den Amiaden beriihrt wird, wie die der Siluriden von den Ganoiden (Agassiz Chondrosteus bei Cope). Allerdings kann man fos- sile Clupeiden (ohne fettflosse) von Salmoniden schwer uuterscheiden, so die Schuppen von Osineroides lewisiensis ^Agassiz) aus Bohmen, Turkestan (fllus- ketov). O. megapterus Pictet (Libanon) hat er bei den Scomberesociden, O. glaronensis Ag. bei den Scopeliden. Sie beginnen vielleicht in der Trias (Raibel-Schwanz von Megalopterus, Karoo), sicher mit Leptolepis im Jura (10 Deutschland, 5 Neapel p. Costa u. Baleichtchys grata (Kohon) u. B. lata in Ustbalei in Sibirien. Sie sind uberall: Chiromystus in der Kreide von Bahia nach Cope Rhacolepis 3 ibid, (viell. Elops), Prymnetus Cope in Tuxtla (Mex.), Diplo- mystus in Wyoming und Bolca, Lycoptera im Jura von Sibirien, vom Libanon 4 m. e., sowie im Jura (Thrissops, Oxygonius), in der Kreide (Comen 4 Thris- sops), bOhm. Kreide: Protelops Geinitzii, 2 Halec, Elopopsis, Alosa, in Lesina (3 gen. end., 9 sp.), in Gabbro: 9 Clupea, 2 Alosa, in Westphalen 5 Sardi- nius, in England Clupea vectensis, in Frankreich 2 gen. e. Voirons — sowie im Tertiaer: Oran, Bolca 2 g. e., 12 Clupea, Glarus, Traunstein, Radoboj, Sumatra (Sardinioides amblystomus) etc. Sie sind stellenweise so haufig, dass die Melettaschiefer geradezu nach ihnen heissen (Karpathen, Elsass). Die wichtige Rolle — die sie bei der Bildung der Flussfische spielten wie auch z. B. die jungen agoni des Gardasees, wie die zahlreichen tropi- schen Flussfische und die Fischwanderungen hinweisen — ist aber noch nicht aufgeklart. Im Gegensatz hiezu bestehen 3 Familien bei ihm aus Monotypen (No- topterus u. Chirocentrites aus Padang in Sumatra, aber den Ch. Coroninii Heckel aus Komen, Libanon hat er bei den Clupeiden), Gonorhyncheen mit Notogoneus oscula (Notaeus = Bathythrissa fehlt) und die Osteoglossiden ana 1—2 gen.: Dapedoglossus, 2 (Eocaen Wyomings), Anaedopogon in Tuxtla (Mexico). 3 Familien sind ausgestorben: 1. Saurocefali mit 7 g., 23—24 sp., 2, Hoplopleuriden, 13 g., 22 sp, u. 3. Stratodontiden 11 g. 20 sp., alle zumeist (48) aus der Kreide, doch soil Saurichthys (6) und Belonorhynchus striolatus (Hoplopleurid) aus der Trias stammen, auch aus dem Jura und Tertiaer (Stereodus im Eocaen Maltas) werden..sie erwahnt. Armer sind bei ihm die Esociden (3 g. 9 sp.), weil Paleolycus und Rhinellus bei den Scomberesociden (8 g. 14 sp.) stehen. Wir erwahnen Esox waltschanus aus Bohmen, 3 Arten der Kreide (2 Nordamerika, 1 Westphalen), 2 aus Oeningen. Von den Scomberesociden sind 7 aus der westphalischen Kreide, 3 von Libanon, 2 aus Bolca und Licata (Belone und Scomberesox). Wie viele andere Familien sind auch die Siluriden (c. 18) bei Zittel unvollstandig; es fehlt der Arius Baroni ans Madagascar, A. Egertoni aus England, das Detail der Siwalikfische (der noch lebende Macrones aor, Ba- garius yarrelli, 2 Arius, gen. Clarias, Ghrysichthys), ferner Silurus serdicensis Toula aus Sophia; Pimelodus Sadleri wird aus Bihar erwahnt. Ebenso arm sind die Salmoniden 4 g. ca. 16 sp., wo nur Rhabdo- fario Cope aus Idaho zu bemerken — sowie der glaciale Mallotus villosus aus Norwegen. Von den Osmerusarten wurde schon ge&prochen. Iin Val d' Arno (Pliocaen) wird ein Salmo erwahnt. Der Osmerus glaronensis Ag. und der Osmeroides megapterus Pictet (Libanon) stehen bier bei den Scope- liden (7 g. 9 sp.), von denen 4 sp. in Licata vorkomnien. Auffallig arm sind die Cyprinodonten (3 g. 11 sp.), unter denen der wichtigste der von uns nicht erwahnte Protolebias Davidi aus China. Frank- reich hat 4, Oeningen 2, das nordamerikanische Tertiaer das gen. Tricofanes. Auch die Muraeniden (6 g. 15 sp.) sind verhjiltnissm-issig arm (Bolca hat allein 10, Libanon 2 Anguilla), je eine Art in Sheppey, Aix und Oeningen. In Bolca sind die 4 gen. Leptocefalus, Enchelyopus, Otisurus und Sfagebranchus u. 6 Anguilla (? Conger). Etwas reicher sind die Cypriniden (24 g. 40 sp.), die ausser Europa in Nordamerika (Idaho 5 g., im Eocaen von Colorado 1 Catostomus (? Amyzon), lind auf Sumatra (Barbus raegacefalus, 3 gen. in Padang) vorkommen. Reich sind sie in Oeningen (10) d. i. Cobitis, Leuciscus, Rhodeus, Gobio, Tinea) u. Licata. Sie fehlen auch nicht dem bohm. Tertiaer (Leuciscus papyraceus aus Bilin, Thaumaturus, Aspius), Ungarn, Frankreich. Die jetzt altweltlichen Cobitiden waren fossil in Nordamerika. Reicher sind natiirlich die Acanthopterygier (140 g. ca. 390 sp.), deren Zittel 24 (25) Familien aufzahlt und da fehlt z. B. Centriscus Toni Lawley aus Toscana. 1) Beryciden, deren Woodward 34 fossile kennr, sind hier 9 g. mit ca. 27 sp., meist in der Kreide. Beryx hat bei Woodward 9 sp. (lewesiensis von England bis Russland und Dalmatien, Zippei in Bohmen). In Bolca waren die noch lebenden gen. Myripristis u. Holocentrum (auch Malta), vom Londonclay ist hier keine Erwahnung — wie denn uberhaupt die Familie armer ist als bei uns, denn Acanus ist bei den Perciden, wie Podocys; Ho- monotus = Stenostoma u. Rhacolepis fehlen hier. 2) Ebendarum sind die Perciden reicher (29 gen. ca. 54 sp.). Von Dentex werden 3 sp. aus Bolca angefiihrt, Sparosoma von Aix, Centrarchus aus Dakota u. 3 g. aus der Familie Afredoderiden (bei Elassoma, Erisinato- pterus, Amphiplysia, Trichofanes Cope aus Wyoming und Colorado), Mio- plosus Cope (labracoides, abbreviatus) aus dem Eocaen Wyomings, 2 Serranus in Croatien (altus, dubius), Paralates (Sauvage) im Oligocaen des Elsass, Suierdis in Aix, Bolca, Paris, Ceret, Ofen, Ultn, in Chiavone als Lates macropterus Bassani. Neu sind Perca alsheimensis, moguntiaca (Meyer). Die 8 Spariden mit 36 sp. haben neu Stefanodus Zittel (libysche Kreide). Es fehlt seibst Chrysofrys Fuchsii, Pagellus aquitanicus Delfortiie und beide.Pagellus v. Gabbro. 3) Armer sind die Chaetodontiden (10) durch Chaetodon pseudo- rhombeus Gerv. im Pliocaen von Montpellier, Pygeus, Asineops squamifrons Cope im Eocaen von Wyoming, Macrostoma. Scathofagus ist auch im Eocaen von Wyoming; Toxotes wird zu ihuen gezogen. pyraceus Die Cottiden (5 g. 10 sp.) zahlen C. aries auch in Vicenza, C. pa- us bei Ulm, 2 Podopteryx aus Licata, Scorpaenopterus giluridens (Steind) im Tegel von Nussdorf, Trigla nardii (Gabbro), intausta (Wien), Petalopteryx syriacus im Libanon. Bei den Trachiniden (4 g. 5 sp.) sind 2 Pseudeleginus aus Gabbro statt 3. Die Sciaeniden, die Koken aus Nordamerika (d. h. ihre Otolithen) anfiihrt, fehlen. Die Sfyraeniden (4 g. 7 sp.) kommen unter 22 Mugiliforines mifc Atherina und Mugil vor. — Hier sind weder Cope's Saurodonten erwahnt, noch Protosfyraena, wotil aber Sfyraena Tyrolensis aus Haring, dagegen kommen vor hinter Mugil: Cladocyclus, Calamopleura (bras. Kreide), Apso- pelix. Pelicorapis (Kreide von Kansas). Reicher sind die Trichiuriden 5 g., 14—20 sp. (Lepidopus glarisi- ensis = 5 Arten von Agassiz ex Wettstein, wird 1 m lang (= Anguilla di- luvii Seheuchzer); doch werden Enchodus und Nemopteryx nicht aufgefuhrt und die Palaeoihyncliinien (7 g.) sind eine eigene Familie (aus Galizien, Froidefontaine iin Elsass, Traunstein, P. giganteus W. wird erwahnt (,?j in Londonthon. Gabbro hat 2 Lepidopus. Nicht sehr zahlreich sind die Scomberiden (inch Cyttiden u. Cory- phaenoiden (13 g., e. 30 sp.), aus denen wir Goniognathus coryphaenoides Ag. aus Sheppey, Thynnus aus Bolca und Oran, Megalolepis aus dein gali- zischen Eocaen, Scomber aus dem Leithakalk, Radoboj, Podsud, Auxis aus dem belgischen Oligocacn, Licata aus dem Tegel von Inzersdorf erwahnen. Echeneis u. Cyttoides u. 6 Palimfyes sind aus Glarus, Cybium aua Sheppey, Bolca, das auch 2 Orcynnus u. Mene besitzt; Licata hat Zeus (priseus?). Reicher sind die Carangiden (incl. Xifiiden 25 g., iiber 40 sp.), die besonders viele lebende gen. zahlen: Platax (Libanonkreide, Bolca 3, Nor- folkcrag), Vomer (Libanon), Caranx (Chiavone, Nussdorf, Kroatien), Lichia (2 Bolca), ebendort Trachynotns, Seriola, Equula in Licata. Sie sind auch in Glarus (Archeus, Archeoides), Paris (Zanclus auch in Bolca), Radoboj (Proantigonia), Gabbro (Acanthopsis), Licata (Pseudovomer), aber am zahl- reichsten in Bolca (21 werden aufgefiihrt). Die Gobiiden (2 g. 8 sp.) er- wahnt er auch, so G. multipinnatus Ag. von Ulm und Gobius vom Gabbro, Bolca, Kroatien, Hernals. Lotius brachysomus Ag. wird von Bolca erwahnt wie der Radobojsche Crillionymns macrocefalus. Von Blenniiden (2 g. 4 sp.) erwahnt Zittel 2 aus Bolca, Cristiceps (== Pterygocefalus) paradoxus Ag. und Spinacanthus blennioides, 1—2 aus Sheppey u. den Nussdorfer Clinus. Teuthis (Arehiteuthis) glaronensis Wett- stein wird erwahnt und 6 g. 10 sp. Acronuriden — 3 Acanthurus aus Bolca (ovalis, tenuis Ag.), A. Duvali (Giobkalk) von Vaugirard und Zahne (als Iguanodon Haueri), Naseus von Bolca. 3 gen. aus Sheppey und Calamostoma bolcensis Steind. u. C. canossae Heckel. Atherina hat Zittel nur aus Bolca u. Mugil von Aix. Die Blochiiden (Bolca) sind ausgestorben (Ganoiden bei Agassiz, Plectognathen (bei Pictet B. longirostris). Die letzte Familie (24) der Fistulariden ist dagegen reicher ala jet/t (8 gen. 11 sp.) und waren auch an Exemplaren reicher — spricht man doch von dem Amfisylenschiefer (Bolca, Elsass, Wien, Karpathen, Hein- riehii Heckel). Schon in Bolca waren 6 sp. (die endem. Urosfen, Hacquetia, Rhamfosus), Glarus hat Fistularia Konigii, der Libanon das gen. Soleno- gnathus, Sumatra das gen. Auliscops, Licata noch Aulostoma lie. Eine Sammlung amerikanischer Otolithen bestimmt Koken derart: 7 Sciaeniden, 3 Gadiden, 2 Spariden (Pagellus), 1 Carangid, Cottid, Trachinid, Triglid, Mugil, Cepolid, Platessa, Solea, Conger. Es ist kein Tiefseecharakter da — denn der Charakter ist modern. Aus Entre-Rios zeigt eine Collection 2 Squalus, 4 Lamna, Myliobates americana, Sargus incertus Bravais, Spams antiquus, Silurus agassizii. Die englische Kreide ist von Woodward neu bearbeitet worden. Leider konnen wir nicht ins Detail eingehen — da dies ausserlialb des Rahmens der heutigen Verbreitung liegt. Von Spitzbergen kam Onychodus arcticus Woodward. Aus den sibi- rischen Jurafischen von Ustbalei erwahnen wir Lepidosteus sibiricus, Pholi- doforus Maaki, Opsigonus gracilis (Rohon). Von Jenisej kennt man Paleo~ niscus Maaki, P. sibiricus. Das Devon von Sibirien liefert Acanthodes Lo- patini, A. parvulus, Osteolepis Cerskyi. Aus Canada brachte Dawson fossil (diluvial?): Gasterosteus aculeatus — die erste fossile sp. dieser Familie — Oottus fasciatus, Osmerus mordax, Mallotus villosns, Cyclopterus hunpus. Woodward bescbrieb Lamna manitobensis. Voa Balfcringen sind Trygon. Thalassina v. foss., Pristioforus suevicus. Aus den Kokenschen Otolithen erwahnen wir noch Hoplostethus Lawleyi, H. pisanus (Italien,), H. laciniatns (Kopenhagen, wo auch ein Arius), 2 Macruriden (Italien, Deutschland bei M. sclerorhynchus, Gadiden, Sciaeniden (ineist amerikanisch). Coccodus Iidstr5uii Davis von Hakel in Libanon soil ein Silurid sein (Zittel), sowie Buklandium Diluvii (England). Der Thunfisch ist im Forestbed von Cramer. Von Chiavone (aquitanisch) hat Bassani Lares macropterus, Smerdis Taramelli, Apogon Krambergeri, Serranus rndis, Sparnodus moloni, S. inter- medius, Pagrus Meneghini, Chrysofrys Zignoi, siachii, Lepidocottus elongatus, Orcynnus medius, Lichia Stopani, L. lata, Amfistium dubiuin, Scatofagus Ca- pellinii, S. aifinis, Holacantbus piovenorura, Pygeus Zignoi, Sfyraena inter- media, Seopelides Nicolii, Clupea ombonii, Cl. Grandoni. Aus der Karoo kenut man Cleithrolepis Eatoni (bei C. australis der Hawkesburybeds) und Semionotus capensis, 2 Paleoniscus (Bainii, sculptus), Atherstonia scutata. Woodward beschrieb den Ceratodus capensis. Aus Friaul (Eocaen) nennt Bassani einen Ch&racinen Omiodon cabassii. Miocaenisch ist Holorentrum me.itense von Malta. Aus der brasiliscljen Kreide stammen Acrodus nitidus (Woodward- Babia), Diplomystus (Clupeid) longicostatns, D. brevissiinus, Cbiromystus mawaoni, Lepidotus mawsoni. Von der Insel Wight ist Clupea vectensis (Newton). Von Madagascar stammt Arius baroni (Eocaen-Woodward). Von Diodon kennt Portis 16 fossille sp., meist aus Italien (5 neue). Winkler und Daiuieiies haben die belgischen fossilen Fische beschrieben. Neu ist Gingylostoma minuta, es siad z. B. allein 10 Squatina bier. Aus Pianosa (Tyrrhen. Meer) stammen Chrysofrys agassizii, Ch. Law- leyi, Sargus janitor. Numopalatus, Galeocerda Capellinii, Carcharodon sul- cidens, Notodanus gigas. Davis beschrieb die fossilen Selachier von Neu-Seeland: allein 8 Lamna, 3 Notidanus, Myliobatis, Carcharodon, 4 Odontaspis, 9 Oxyrhina. Woodward kennt allein 23 Notidaniden fossil. Von Cagliari stamint ; eine Sammlung (23), die Bassani beschrieb (Thynnus, Thyrsites). Von Bolca sind neu Acanthurus Gandrii (Zigno) Crenilabrus Szajnochae etc. Sauvage beschrieb 9 Numinopalatus, meist aus Boulogne. Leider lasst sich aus dem bisherigen palaeontologischen Material nicht viel auf die Vorbereitungsgeschichte scliliessen — hochstens auf die Dessi- cation des Innern der Contineute uud das Schwinden der tropischen Formen 1 im Mittelmeer. Fa mi lien (unvollendet des Kaummangels halber, weil anderswo vor- kommend). Etheostoma zerfallt in 9 gen. Aprion pristiporaa hat bei Day 8 syno- nyme Gattungsnomina. Die Etheostomatiden sind durch di« amerikanische Landesdurchforschung zahlreicher geworden. Kentucky allein hat 30 sp E. Gasterosteiden (bei Hilgendorf neben Fistulariden) neu gen. Eucalia (nordamerik). Der fossile Gasterosteus aculeatus aus Canada (Dawson) wurde schon erwiihnt. S. 2. bei Hilgendorf neben Teuthis. Neue gen. Malacosarcus, Scope- logadns (Hilgendorf hier). Westindien 14. Ostafrikanische See 22. Neue spec. Etheostoma obeyense Kirsch Cumberlandfluss, E. juliae. Gilbert hatte 19 neue spec, in den U. S. (E. histrio, uranidea, ouachitae, squauiatum, cymatotaenia, Nyangwe, blennius, rupestre, luteocinctum, parvipinne etc. Actenolepis (Dit- mari Dyb.) = Siniperea chuatsi Basil. Amia Gronov (ex. Bleeker, Jordan) == Apogonid — Cheilodipterin. Roccus = Moione, Synagrops = Melanostoma. Hoplostethus mediterraneus Marokko bei Arguin. S. 3. Neue genera Amiiehthys (Cuba). Jordan hat 25 veestindische Serranusarten in 6 gen. Jordan und Eigenmann haben in dem US. Fish Commis. eine Revision der europaisch-amerikanischen Serraniden (124 sp.) publicirt, die ein Be- diirfniss fur die Synonymik, insbesondere Poeys war. Sie zahlt 9 Rypticua, 2 Polyprion, Stereolepis (gigas Calif.), Hemilutjanus 2 (paytensis u. macro- pthaltnus, in Peru beide), Gonioplectrus. Gilbertia (semicincta v. Juan Fer- nandez), 4 Acanthistius, 39 Epinefelus (Serranus auct.), Promicrops utjd Mycteropterca (13 — rubra hat 15 synonyme und geht von Brasilien fiber Cadiz und Messina bis Port Said und Beirut), Dermatolepis (3), Bodianus (5), Paranthias furcifer (beide Seiten der trop. Ainerika, Galopagos, Unter-Cali- fornien sowie Cuba), Hypoplectrus (= Plectropoma p., 4 sp., puella mit 12 var. (Poey), yon crocotus ist das einzige Exemplar yerloren), Paralabrax (5), Centropristis (nur 3 — striatus 7 synonyme), Cratinns (agassizii Galopagos), Dules (auriga Brasilien, La Plata-Fluss), Paracentropristis (hepatus = Ser- ranus auct.), Diplectrum 5, Serranus 18 (neu Castelnaui, nebulosus (Castelnau) — cabrilla mit 9 synonym. (Constantinopel, Rothes Meer, Palermo, Cap, St. Paul [Novara= novemcinctus]), 4 Pronotogrammus (Paranthias), Anthias a., Odontanthias 4, Bathyanthias (mon.), Callanthias (mon.), 2 Knhlia, 2 Morone (americana = whiteperch. 12 synonyme — brackische Fhissmundungen von Neuschottland bis Sudcarolina) ¦— 2 Roccus, 6 Dicentrarchus — dann 3—1 Percichthys u. 1—2 Poecilia in Chilenischen Fliissen. Bollmann hat eine Revision der Centrarchiden (27, U. S. Suss- wasser) geliefert. Eine einzige species Archoplites interruptus (Calif.) ist westlich der Rocky Monntains. Wie in der Neuzeit mehrere, zieht er auch zusammen — Lepomi3 cyanellus hat 27 Synonyme, pallidus 25, auritus, me- galotis gar 40. Chaenobryttus gulosus 24. Die alten Namen Grystes, Bryttus, Pomotis, Hiiro etc. verschwinden; es bleiben Centrarchus 1, Po- reoxis 2, Archoplites 1, Ambloplites 2, Chaenobryttus (mon.), Acantarchus (mon.), Enneacanthus 3, Mesogonistius (mon.), Lepomis 16, Micropterus 2. Nach Mexiko gehen 2 (Lepomis raegalotis und Micropterus salmo^des, eine weit verbreitete spec, (ab Manitoba und Champlainesee). Dressier und Fesler lieferten eine Revision der europaisch-amerika- nischen Scomberiden (16 aus 60 sp.). Auxis Rochei kennen sie vom Mittel- -meer (Typus von Nizza), Neu-Guinea (Thazard Lac), Japan (tapeinosoma Bleeker), Ternate, Amboina, Autillen (Jamaika, S. Lucia), Madeira, Rhode- island, Cap Cod. Pelamys unicolor kennen sie von Kristiania (Thynnus pe- regrinus Collett), Mittelmeer (Algerieu, Egypten, Italien), Rothes Meer (nuda Klunzinger). Acanthocybium Solandri ist von Palermo, Liukiu, Kuba, Key West., Scomber colias (= pneumatoforus Dela Roche, grex Mitchell etc.) ist im Mittelmeer, bei den Kanaren, Madeira, St. Helena, Brasilien, Charleston, N. York, Panama, Galopagos, Californien, Chile, Japan. Den Bonito (G. thun- nina) kennen sie vom Mittelmeer, Keywest, Capland, Brasilien, Pinang (af- finis lantor), Albacora alalonga von Jiipan und Siid-Californien, dem Mittel- meer, Neufoundland bis zum Cap (fast kosmopolitisch), dagegen den echten Thunfisch nur im Norden von England zum Mittelmeer, Neufoundland bis Florida, aus Japan, die Sarda s. vom Mittelmeer zum Cap, vom Cap Cod bis Mexiko. Nordisch bleibt Scomber sc. (bis Woodsholl, S. Barbara und Mittelmeer), californisch Scomberomorus concolor, pacifisch Sarda chilensis (Japan, Californien, Cliili), tropisch-atlantisch 3 Cybium: maculatum, regale (amerik.) und cavalla (Massachus., Brasilien, Westafrika). Man sieht, wie die Synonymik die Verbreitung andert. Jordan hat eine Revision der europaisch-amerikanischen Lab ride n (75) und S.cariden (40) geliefert. Auffallig ist, dass der Nordostpacific nur einen Scariis hat (persico aus Mazatlan). Neu sind Thalassoma Steiudachneri (Acapulco), Symfodus (Crenilabrus doderleini Marseille?), sonst zieht er ge- waltig zusammen. Labrus viridis hat. 21 synooyme, bimaculatus 20, (Or.) tinea 28, ocellaris 24, Harpe rufa 15 etc. Die bedeutende Variation der Exemplare signalisirt er bei Halichoeres bivittatus. Jordan klagt fiber die 8 Uosicherheit der spec. Ri3so's, Rafinesque's, Briinnich's, Walbaum's, Guliu's (Malta). Jordan und KopGos verbffentlichten eine Ubersicht der europaisch- amerikanischen Pleuronektiden (134 und 8 Larvalzustande). Neu sind Paralichthys patagonicus Port Famine, Platofrys constellatus (Galopagos), Citharichthys uhleri (Haiti), sumichrasti (Chiapain, Pauania), Ectropus eotenes (Callao), Achirus Garinani (Rio Grande do Sul), Achiropsis asfyxiatus (Goyaz). Die Siisswasserfische gehen weiter als andere in die Fliisse hinauf — Achirus lineatus (Key West, Uruguay) bis Obydos, Tabatinga, in den Xingii, A. fas- ciatus (Cap Cod — Texas) iui Hudsonfluss bis Peekskill. Pleuronichthys ist herbivor und geht doch iin Pacific in die Tiefe (?). Hippoglossina hat 2 sp. in Japan, 1 in Mazatlan und Patagonien. Beinerkenswert ist, dass die Jungen des patagonischen Oncopterus Darwini im Rio Grande do Sul angetroffen warden — wohl die erste Spur einer autarktischen VVanderung. Die larvalen Fornien stammen meist von Messina (Coeco) und Neapel, nur Delothyris ist im Golfstrom ab Rhodeisland und Bascanius oeeanisch. Amerikanisch sind 102 sp. — europeisch 34 (u. 6 Larven), geineinsani 4 — meist holarktisch (Platystomatichthys hippoglossoides, Ilippoglossus h., Hippoglossoides platessoides, Glyptocefalus cynoglossus). Ostasien hat ei- nige species mit Alaska gemein (nordpacifische sp.): Lia»anda aspera bis Saehalin, Platessa quadrituberculata (Kamtschatka), Liopsetta glacialis, Pla- tichthys stellatus (Sachalin). Die mediterranen species reichen hier nicht nach Amerika hiniiber — es ware denn der Apionichchys ottonis Steind. (Sioilien) = unicolor (Brasilien bis Obidos). Antarktisch sind Paralichthys patagonicus, Thysanopsetta Naresi von Magelknien, Oncopterus Darwini, doch ist noch der Laplatastrom reich (Achirus jenynsi), ebenso Brasilien (4 Achirus, Achiropsis), im Ganzen 19 ep. Beide Seiten Nordamerikas haben hier Tiefseefische (im Pacific 2 Pleuronichthys, im Golf von Mexiko 2 Arno- glossus e., Limanda beani ab Neu-England, Monolene — aber gemeinsam sind wenige Arten (Etropus crossotus, Citharichthys spilopterus). Der Pa- cific ist auch hier artenreicher (40) — wenn auf die Halt'te aller Exemplare Platichthys stellatus isr. Die relativ meisten Arteu fallen einerseits auf den Golf von Mexiko (29), andererseits auf die.Linie Kalifornien-Panama (31). Jordan und Eigenmann gaben eiue Ubersicht der europaisch-araerika- nischen Sciaeniden (112 sp.), die zwar wenig neue species brachte (Cy-- noscion (Cestraeus) predatorius aus Panama, C. Steindachneri aus Brasilien, Corvula sialis (Key West), Stelliferus (Homoprion) rostrifer, S. naso (Brasi- lien), Menticirrhus simus (Mazatlan-Panama) — aber einen guten Uberblick iiefert. Die Mehrzahl der Arten fiillt in die tropische Zone — im Pacifik 46, Atlantik 44, gemeinsam sind davon 4 in Centralamerika. Wenn man die kalifornischen species (6) zuzahlt, so hat die Westseite Amerikas mehr spe- cies als die Ostseite, obwohl sic der Meerestemperatur gemass dort die engere Verbreitung haben (Kalifornien—Caldera in Chile — hier N.-York — Pata- gonien (Bahia blanca). Neben den 3 europaischen Arten sind noch die Fluss- fische aufzuzahlen: in Nordameiika 2, in Siidamerika 13 ohne die zahlreichen Wanderfische (so im St. Johnflusse in Florida allein 9 Meeresfische). Die Verbreitungsbezirke im Osten sind grosser als im Westen (11 nur in Panama bisher, 3 in Mazatlan — dagegen Pogonias cromis von Longislaad bis Montevideo). Eigenmann hat die amerikanische Chaetodonten revidirl; (14 sp.). Ltitken lieferte eine Revision der Scopeliden (72 sp.). Er hat 25 Scopelus (incl. Myctofum) beschrieben. 18 blieben ihm unbekannt, darunter 4 Giinthersche aus N.-Zealaud (hectoris, parvimanus), 3 Johnsonsche aus Ma- deira, 6 nordameiikanische (Gilbert, Eigenmann), heideri Steind. (Messina), indicus Day, Veranyi Moreau und 2 Alcocks (Indien). Von den beschiie- benen spec, sind 10 neu (Andreae Siidatlantic, Benguela, China), roseus (Siidatl.), arcticus (Gr5nland, Davisstrasse), Colletii (Pacific westlich v. Cap Hoorn), affinis, phengodes, gracilis (Akyab), hygonyii, Reinhardtii, Warmingii (atlant. pelagisch), aus dem Mittelmeer 7, atlantisch auch 4; einige weiter ver- breitet (caninianus Mittelmeer, Atlantisch bis 57° N. Br. u. 29° 8. B., Neu- Guinea, Huraboldtii Mittelmeer, Atlantisch, Vancouveri (boops Richardson), westlich vora Cap Horn etc. Maurolicus hat 7-9 spec, Astronesthes 3, Diplofos 2, Gonostoma 1, Photostomias 1 (guernei Collett Atl), Argyrope- lecus 4—7, Polyipnus mon., Sternoptyx mon., Sternoptychides mon. wie Sco- pelogadus und neu Psendoscopelus scriptus (Bahamas) Man sieht, dass er die Familien anders begreift als Giinther — Ster- noptychiden und Storaiatiden (p.) verbindet und viele Tiefseefische nicht antuhrt. . Jordan und Moor haben eine Ubersicht der europaisch-amerikanisehen Aale (128 sp.) geliefert. Neu sind Muraena insularum (Galopagos), Myron's frio (Brasilien). Gordiichthys irretitns (Pensacola), Xenomystax atrarius (West- kiiste von Ecuador) — wo auch Ofisoraa proiigernra, Chlopsis equatoriali8, Ofisoina macrurum im Golf von Kalifornien, Hyofis brunneus (Galopagos, Tiefsee in 634 fath.). Liinenchelys parasiticus (= Conchognathus Grimaldi Collet von den Azoren) aus Neufundland lebt im Fleische der Heilbutten. Die Contraction ist hier uberaus gross. Der Aal hat 40 Synonyme (callensis, Kieneri, Savignyi, capitone, nilotica, canariensis etc.) und reicht in West- europa zum 64° n. B., im Siiden zu den Capverden, fehlt aber im Osten (Scbwarzes Meer). Nordostamerika von Neufandland und Maiue bis Mexiko und Antillen besitzt A. Chrysypa Raf. (bis in den Champlainsee) = 28 sy- nonyme (cubana, texana, Novae Terrae etc.). Conger hat 50 synonyme (davon 34 als Larven, Leptocefalus — 14 bloss Facciola in Messina) und ist im ganzen Atlantic (Cap Cod—Brasilien) u. im Siidpaciiic angegeben. Unter den beschriebenen Larvenzustanden sind auch Juuge von Albula, Elops (Gil- bert), Alepocefalus, Stomias, Fierasfer. Es sei noch unsicher, ob es normal entwickelte junge Individuen seien, oder ob anormal in der Entwickelung ge- hemmte. Maynea patagonica Cunningham sei Conger punctus Jeoyns (Beagle), Congromuraena p. Gthr. Ofisoma balearicum De la Roche reicht von Malta und Algier nach Kuba, St. Helena, Rio und Cap und bis an die Galopagos. Muraenesox sa-' vanna (Cuba—Rio) koramt zut'Jlllig im Mittelmeer vor (Cynoponticus ferox Costa in Neapel). Dem Siisswasser gehoit Gymnothorax aquae dulcis Cope aus dem R Grande in Costa-Rica an. Gymnothorax unicolor De la Roche erreicht von Athen, Algier, Nizza, Madeira, St. Helena und Madagaskar, G. funebris ist zu beiden Seiten Amerikas von Florida bis Bahia, Mazatlan, Pa- nama und in Australien u. Malaisien. Brachysomofis crocodilinus aus Indien, Celebes und Tahiti erreicht die Galopagos — ein seltener Fall, da der Ost- paciiic gewohnlich eine Grenzscheide bildet. Ofiurus serpens (m.) erreicht vom Mittelmeer das Cap, Japan, Australien. Jordan und Fesler haben eine Ubersicht der amerikanisch-europaischen Spar id en (46 g., 158 sp.) geliefert. Die ganze Familie schiitaen sie anf 5G g., 450 sp. Neu sind keine Arten, eher werden mehrere eingezogen (Lut- janus griseus = Lawyer — der Jurist der U. S. — hat 15 Synonymen). Am meisten haben die Antillen (53), dann der tropische Pacific (40), endlich Bra- silien (36). Gegen Norden und Siiden nebmen sie schnell ab: Galopagos 9, Chile 7, Californien (S. Diego nur Anisotremus Davidsoni). Die Familie hat filr den mexikanischen Golf etwa die Wichtigkeit, wie die Gadiden fiir den Nordatlantic. Lutjanus aya ist im Siiden der U. S. der verbreitetste Nutz- iisch, wie Haemnlon plumieri zu Keywest, Lufjanus synagrus in Havanna. Die Snapperbanke (Lutjanus) bei Florida sind ebenso typisch wie die Stock iischbanke bei Neu-Fnndland. Die verbreitetste Art ist Anisotremus (Pri- stipoma) surinamensis von Unter-Californien bis zu de:i Galopagos und von Bahia bis Cuba. Pimelopterus bosci (Brasilien) New-York—Canaren, Ma- deira, Hermuden ist aber schon bei Palermo gefangen worden (= sicula Do- derlein). Haemulon Schranki Ag. aus Brasilien (bis zm den kleinen Antilleu) ist auch iu Unter Californien, Mexiko bis Panama. Uber New-York gehen sie nicht an der ostamerikanischen Kiiste hinauf, wahrewl sie England er- 9 • \1 ¦'¦ 10 reichen, dagegen erreicht Haemulon bonariense der Antillen Buenos-Aires, Pomadasys Branickii geht in die Fltisse Westmexikos (Zanatero). Eigenmann lieferte eine Ubersicht der Embiotociden (21) aus Cali- fornien, nichts Neues (bis auf 3 japanesische sp. — von Neuseeland kennt er sie nicht) — darunter Hysterocarpus Traskii im Sacramentofluss. I in An- fange envahnt er der ttbrigen viviparen Fische (Scorpaeniden, Cyprinodonten, Blennius) — aber auch einer fossilen Art aus der Kreide (Pteropodus rosae) in Port Hartford. In Europa ist der wichtigste Zuwachs wohl der II. Theil von Fatio's Fischen der Schweiz. Er hat (mit den eingefiihrten) 51 sp. in der Sehweiz, 42 im Rhein (28 ober dem Falle, 34 in den Seen, 33 unterhalb), 18% in der Rhone (20 im Leman, 24 im Doubs), 44 im Po, 23 im Tessin (ext. Gobius, 2 Barbus, Alosa finta), 4 im Inn. Ausser den 3 Grandeln, der Alosa, Hecht, Wels, Aal, Lota, Stor (nur 7 ex. bekannt, 6 bei Basel, 1 im Doubs) und 3 Petromyzon — hat er 9 spec. Salmoniden: Saibling (Salvelinus umbla) in den Seen des Nordens Forelle (im Engadin bis .2030 m Bernina), Laehs (Unter-Rhein), Thymallus vexillifer und 6 Stiirame des gen. Coregonus, die in einer Menge von subsp. variiren (es waren mindestens 23 — beschrieben iiber 40, von denen der Hogling im Ziirichsee ausstarb, niimlich Wartinanni mit 7 Var. (caeruleus im Bo'iensee, dolosus Wallenstadter und Ziirichsee), confusus (Moratsee), alpinus (Thun- und Brienzsee), nobilis (Vier- waldsta>ter-See), compactus (Zugersee) u. annectens (Baldegg- u. Hallwyller- see), 2 exiguus (balleus, fera) mit 5 Varietiiten, nuslinii (Bodensee), albellus (4 ex. nur bekannt aus den Luzern-, Brienz- u. Thunsee), feritus (Moratsee), bondelli (Neufchatel) und der Hoglirg 3 asperi (== balzeri im Ziirichsee) var. dispar (Greifensee), sulzeri (Pfaffikon), 4. Schinzii mit 4 Var. (helvetica im Than-, Brienz-, Luzern- and tJodenseej, palea im Neufchatel-, Biel-, Morat-See, fera (Genfersee), duplex Ziirch., 5 acronius Rapp. Bodensee, 6 hiemalis Jurine iin Genfersee. Der C. bezola des Bourgetsee (lavaretus Cuv.) wird erwahnt. Auf das systematiscue sowie auf das genetische Element konneu wir bier | nicht eingehen. Eingefiihrt werden C. maraena aus Preussen, Zander, Fluss- | barsch (Genfersee), amerikanische Forelleu 1881. Die Jungen von Clupea finta I (agoni) sind das ganze Jahr iin Tessin und werden massenhaft gegessen j (nicht Cypriniden, wie z. B. bei Credner und Simroth). ;' Zu Ste. 168. Nach Fitzinger hat der Traunsee gegen Attersee mehr \ uiD Tinea, argyroleucos und Petromyzon pianeri, weniger urn Karpfen und -?: Rhodeus amarus — dem Wolfgangsee fehlen Zander, Coregorins fera, Thy- ,;.;. mallus, Forelle, 2 Alburnus, beide Grundeln, Petromyzon. i Zu Ste. 170. Aus Siebenbiirgen erwahnen wir noch den Stor, Acipenser ^ huso (uberall), Acipenser ruthenus (Alt, Maros), Aspro Ziingel, den viell. |j endem. Pseudobarbus Leonhardi Bielz, Lota vulg. (Bielz in Summa 38 sp., r; davon 3 fraglich). : • Die Fische der Bal kanhalbinsel, die jetzt im Wiener Museum ,; gesammelt werden, kennen wir noch nicht. *; Aus dem Livnosee erwahnt Steindachner Chondrostoma Reiseri (pho- L; xinus), Paraphoxinus alepidotus, Aulopyge Heckeli, Squaiius tenellus. lr! Aus Ruin am" en erwahnt Cosmovici 10 oligocaue Arten (Pleuronect.es apterus, scindocatido (Gadiden), Trachyioceros Heberti, Heterocefalus cor- datus, Gadus lacazii, uiacrosoma, nigricans, incertus, macrurus, Lepidopus gracilis. Russland hat bei Grimm 286 sp. Neu ist Clupea sapecznikovi im Kaspischen Meer. In der Wolga sind Ziige von Alosa caspia, Clupea pontica. Die nFingalK-Expedition brachte westlich von Irland littoral neu Afia pellucida, Cristallogobius Nilsonii Diib. (Brut), Arnoglossus Grohmauni; aus der Tiefsee 20—54 Miles nordwestlich von Achillhead: 22 sp. Pristiurus me- lanostomus, Raja hatis (bis 500 Fad.), Chimaera monstrosa, Pomatomus tele- scopium Risso (Mittelmeer), Scorpaena dactyloptera, Trigla lyra, Gobius es- marki, poutassou Risso (in Ziigen), argenteus, Mora mediterranea Risso, _J 11 Phycis blennioides, Haloporphyrus eques Giinth. aus 500 Fad., Motella trici- rata?, Molva vulgaris, 4 Macrurus (coelorhynchus, rnpestris, equalis (500 Fad.), levis, Arnoglossus megastoma, Cynoglossus, Argentina sfyraena und den neuen Nettafichthys retropinnatus— ein Gemisch mediterraner und aikti- scher Formen — wie denn iiberhaupt die Grenzen der Meeresfische noch sehr ungeniigend bekannt sind. Von Groenland sind neu Raja fyllae, Acanthias vulgaris, Afanopus minor. Notidanus griseus kam von den Orkneyes. Die Vegafische kennen wir noch iiicht. Nordwest-Schottland hat 47 sp. Neu ist Cottus Lilljeborgi, Gadus es- marki, Triglops Murrayi. Callionymus maculatus. . Os'-Schottland hat nach Howden 187 sp., keine Cypriniden bis auf Phoxinus und Cobitis barbattfla, wohl, vveil zur Zeit der Einwanderung der Cypriniden in Europa Schottland noch vereist war. Das Verzeichniss der Fische von Gabbro (Bosniaski) hat 41 sp., unter ihnen Sifonostoraa, 4 Rhombus, Trigla nardii, 2 Pagellus, 2 Lepidopus (anguis nnd Meneghinii), Hemithyrsites aruiatus, Acanthonemopsis capellinii, 1 Gobius, 3 Pseudeleginus, Leuciscus oeningensis, licatae, Aspius columnae, 3 Lebias, 4 Anapterus, Osmerus d' Archiardi, 8 Clupea (trinacridis, zanclea Sauv.) und Alosa elongata Aq., ferner kennt man Chrysofrys Fuchsii von dort — also eine ganz moderne Ichtbys bis auf die wenigen Cypriniden. Lecce hat 40 sp. bei Costa [Lamia carotti, Sfyraenodus bottii), La- wley hat von Siena 19 (Xifius Delfortriei, Tetrodon scillae Ag., Pagellus aquitanicus Delf.). Aus Sicilien erwahnt Doderlein 14 sonst atlantische Fische u. 4 eryth- raeische (Cybium commersoni, Pristipoma tridens, Seriolichthys bipinnatus, Rhinobatns halavi). Die Larvalstadien Cocco's, Facciolo's etc. werden jetzt als Arten ein- gezogen (siehe Jordan). Osorio revidirte die Fische Portugals von Brito Ca- pello (neu fur Portugal Cottus bubalis, Smaris alcedo, Argentina sfyraena, Ammodytes tobianus; Solea profundicola hat Vaillant. Woodward hat in der englischen Kreide 30 Selachier, 13 Ganoiden (neu Necrhombolepis ex- celsus, 34 Teleostier (neu Stratodus anglicus) und 6—8? (lebende gen. Beryx und Platax). A s i e n dttrfte im Allgemeinen schom ziemlich bekannt sein und es liisst sich wenig »:ehr Neues erwarten ausser einzelnen friiher iibersehenen Arten, so z. B. Cyprinodon darnfordi im ostlichen KleiDasien (Albistan). Interessant ist vor Alem das Verzeichnis (40), das Warpachowsky und Herzenstein aus der Amurgegend veroffentlichten. Sie haben 2 Gastero- steus (pungitius und den neuen bussei, Lefufiuss, Ubergang von pungit. zu trachurus), die (chinesische) Siniperca. chuatsi = Actenolepis Ditmari — 2 Cottus yanangi und haitei, 3 Ele>tris (glehni u. die neuen Pleskei (Lefu- fluss) und Dybovskii in den Siimpfi n im Chingan, Oficefalus pekinensis, un- sere Lota v., Silurus asotus, Macrones iulvidraco und ussuriensis,- 27 Cypri- niden (Karpfe, Karausche, Barbus labeo, unser Gobio fluviatilis, Pseudogobio amurensis, Sarcochilus Ian, Ladislavia Tacanovskii, Pseudorasbora parva, Xenocypris argus, Idus wal, Pseudaspius leptocefalus (e), 3 Phoxinus lagoce- lalus, Cekanovskii, levis, Ctenofarynx idellus, unsern Bitterling, Hypopthal- midion Dybovskii neu, Chanodiscus mongolicus, Parabramis pekinensis, bra mula, Culter erj thropterus, ulburnus, mongolicus, Hemiculter lucidus, Schrencki (neu), unsern Cobitis taenia und den neuen Cobitiden Octonema pleskei (Lefufluss), endlich Elops bamh. Er unterscheidet 3 Zonen: den Norden (mit Salmoniden), den Osten (Phoxinus, Pseudaspius), den Siiden mit Eleotris, Oficefalus. Der Charakter iat uberwiegend chinesisch. Aus der Coll. Pfevalskij veroffentlichte Herzenstein allein 17 Ne- machilus — wohl das Maximum der Variation: alticeps Kuku-nor, chondro- stoma Bajangol, siluroides Chuanchefl., bombifrons in Taiim, stenurus im oberen Jang-tse kiang in 12-000' (3700 m). 2* 12 Die Collection Fedcenko aus Turkestan (det. Kessler), die wir hier separat nehiuon, ziihit 37 sp. u. zw. 3 Perciden (Perca Schrenkii aus Balkasch, Ala-Kul, Barsch u. Zander im Syr-Darja), Wels im Syr- u. Amu-Darja und Sorafschan, 23 Cypriniden, wobei 8 andere erwjihnt werden (Karpfen im Syr- u. Amu Darja, Serafschan, Capoeta Steindachneri vom Serafschan, 3 [4 platy- rostris mm im Balkasch), Bar bus, 4 Schizothorax (neu orientalis u. argentatus 3), Fedcenkoi iiu Serafsclian, Diptychus (2) neu Dybowskii itn Ala-tan, 2 neue Diplophysa (Stranchii im Balkasch, labiata aus Ala-Kul, sonst bekannte Formen — im Gebirge bis 10 000' (3100 m) 2 sp.), 5 Cobitis, Salmo oxianus im Kisilsu (Zulluss des Amu Darja), Hec.ht. aus den Syr-Darja, Acipenser schypa u. Scaphirhynehus Fedeenkoi aus dem Syr-Darja. Aus Korea hat Giglioli Sebastes inenuis, Clupea zenasi, Terrodon porfweus, Ostracion cubicus (schon tropisch), — hier ist noch eine grosse Liicke. Aus Japan hat Nystroui 177 sp., neu Haplogenys aculratus, Bembras levis. Die Doederleins che Samnilung bat neu fur Japan Chaunax pictus, Ceratias bispinosus (carun- culatus), 10 Centridermiehthys (3 neu, argenteus, nudus, affinis), 2 Lepido- trigla, (maculosa, longispinosa), Lepadogaster minimus, Semicossyphus Ro- beechii, Labriclithys .gracilis, Platyglossus Bleekeri, G-adus minor Gthr., Ilaloporfyrus inosime, Brotula japonica, Myxocefalus japonicus, Fierasfer Kagosimae, Pseudobagrus Ransonetti, Kagosimae (Alepidosaurus ferox, neu tiir Japan (von Tokio, Gthr.), Exocoetus Doederleini, Macrurus tokiensis. Vaillant hat Notacanthus Challengeri aus Japan, Giinther Pteroidonus quin- quarius, Llaloporpliyrus inosinae, Macrurus liocefalos, marginatus. Ein alteres Verzeichniss von Gill (1G) batte neu Rhinogobius siuiilis, sonst bekannte. Aus dor Expedition Rodgers sind naciizutragen aus der Beringstrasse: Boroocottus axillaris Gill, Porocottus quadrifilis, Ceratocottus diceraus, aus Ilawai Sicydiiun Stimpsoni und Sieyogaster concolor. — von Unter-Californien Labrosomus X.mti. Jordan hat aus der Beringstrasse (u. Jedo) Histiobranchus batliybius i^Cap und Kerguelen). Aus d<>in Janatiusse iiihrt Bunge an: Gasterosteus, Hecht, Percid, Corogon. Cvpriu. Foxinus — der Lena gleicu bis auf den Stohr — vom MeeiTsnfer Cottidon. Warpachowsky hat unter 12 russischen Foxinus neu Strauohi ans dem Irtys, Sabanjevi (_Ural), Kuldziensis, lagovski (Lena) neben sublevis, Cekanovskii (Amur) — sonst aus dem Ob F. variabilis, aus dem Jonisej F. aitus. Aus llinferindien haben wir 2 neue Sanimlungen, vor alleta die aus dom llerzen desselben, den Shanstaaten von Oates mitgebrachten, dann die Collection Fea aus ihiruia (der. Vinciguerra). Die Fische Cochinchints von Jouan sind mt'ist nnbestimmt (bis anf n). Die Collection Oates ziihit 27 sp.. aber 7 neue (2 Mastacembelns). Oatosi und eamiiocellatus (alboguttauisi, 4 Siluriden (Sii. afghana). IS Cypri- niden (Karpion. nou Barbus compresus, Ontesi. shanicus, nigrivittatus. Ne- maoliilus brevis, 2 Otioet'alus igachua. siamensis), Notoprerus Kapirat. Die Collection Fea (der. Vinciuguerra) z:ili!r Hil sp. aus dem Irawadi und semen Mutuiungen aut. aus den Icrzreren Carcharias Temmincki, Prisiis Perottcti. 5 Tetrodon. G Gobiideu, S Clupeiden. 3 Polynemus. 2 Sciaeniden. Triehiurus liaumala. 1 B.uiaehus. 3 Mngil, 4 Pleuronectiden etc. — 3 Nandiden, 41 8iiuriden. neu Macrones k\0) rutescens, Dayi (auch Shanstaaten). Glypro- thorax dorsaiis. Exosfoma Feae. &ti Cypriuiden (neu Discognathus iu.berbis. Scapltiodonii-hthvs i>irma;i . Barbus hampaloides, Bariiius baruoides. Osteu- brama Feae. Heigia modest:^. 4 Mastacembeliden, 4 Oticefalus, Aal, Noto- pterus Kapirar. Das Yorzckhniss der Filipinei,|ische von Gogorza u. Gonzalez (202 sp.) biieb uns unbekannr. Von den Siiuifischen Murray's kennen wir die Pseudo- oluouiis peisicus ai:s di-m peisischen Meorbusen. Salarias pulcher. opercularis. Pie kleine Collection Everett uler. Houienger) aus Ost-Filippiuen i,von «ienen man bisher nur 4 sp. kannte (2 ileckfls und 2 aus Mindanao, n:iuilieh liarbns mnnt.'iuoi Sauvajre and Rasbora Fiiippina Gthr.) hat 13 sp., meist aus Fa':nv^>. r. G^bii'len. Asteropreryx Everetti. Oriocefaius melan-'Soiua Blk.. 13 3 neue Cypriniden (Barbus palav., Everetti, Nematabramis ev.), dann Muraena polyuranodon Blk., und Doryiehthys (Tetrodon) pleurostiotns Peters (bisher von Luzon bekannt). Aus China ist ziemlich viel Neues gekommen. Die Grenze der tropi- schen Icbthys im Jang-tse-Kiang scheint nach wiederholten Sendnngen, die Giinther beschrieb, doch Icang — bis wohin Gobiiden (Eleotris Xanti), Silu- riden (5 Macrones, neu longirostris), Acipenser dabryanus neben Psefurus gladius, Oficefalus argns, Labyrinthfische (Polyacanthus opercularis) reichen. Die Cypriniden bleiben in der Ma.joritat (Goldkarpfen,.Rhodeus sinensis, Culter ilisha, Hemiculter, Luciobrama, Homaloptera fimbriata, Ctenofarynx, Pseudogobio nmculatus (2), Rhinogobio cylindricus, 'Pseudorasbora parva neben Misgurnus anguilliformis (nrizolepis neu) und Nemachilus Xanti: neu ist Cro8sochilus inonticola. Boulenger beschrieb Pseudobagrus eupogon, Actenolopis Ditmari (Dybovski) = Siniperca chuatsi, Cnidon chinensis = Psaininoperca. Aus der Manche de Tartarie beschrieb Guichenot den Agonomalus (Aspidoforus) proboscidalis. Der Catalog M. Webers der naalaischen Fische bringt wenig neues unter den 626 Susswasser- und BrackAvasser-Fischen. Er fiihlte die Schwierig- keit eine Grenze hier zwischen Siiss- und Brackwasser-Fischen bei Bleeker's naquisfluviomarinis" zu ziehen wie Verfasser, der deahalb in der Tabelle S. 218 u. 219 alle malaischen Fische zusamenstellt, aber durch Vereinigung der Brack- uiid Siisswasser-Fisohe bei Weber ist nichts mehr gewonnen, als etwas mehr Confusion. Bei ihm hat Borneo 341 sp. (bei Vaillant 300), davon 182 eigentliche Susswasser-Fische, Sumatra 336 (175), Java 331 (126). Ferner Singapore 111, Banka 114, Biliton 26 (15), Nias 40, Madura 63 (11), Bali 49 (5). — Von Lombok wissen wir noch nichts. Sumbawa hat 13, Flores 16, Sumba 9, Rotti 8, Timor 40, Celebes 139 (26—50j, Salejer 2, Batian 36, Buru 29, Ceram 32, Amboine 111, Ternate 15, Halmaheira 12 — doch hat er nicht alle von ihm selbst auigefuhrten, so z. B. Pegasus natans L. im Tangkaflusse (Sumatra), Engraulis imiicus (Menado), Sicydium lagocefalum (wohl Bleeker, nicht Cuv. Val.). "Von neuen Fisehen brachte er Sicydium Wichmanni (Flores, Timor), Hemirhamphus orientalis (Flttsse Celebes'), Haplochilus celebensis ibid. Seine eigene Summlung hatte nur 122 sp. (Flussfische). Eingehender hat er be- schrieben Flores (13—7 Gobiiden, 1 Oficefalus, Mugil, Anguilla), Rotti (1 Eleotris, Angnilla), Sumfca 12 (6 Gobiiden), Timor (24 meist Brackwasser- Fische, 5 Gobiideu, Anabas, Aal), Amboina 106 (meiat Brackvvasser-Fische — 25 Gobiideu, 8 Clupeiden, Aal, Oficefalus, Anabas, Mugil) — Bali 50 (14 Gobiiden, 7 Clupdden gegen 1 Anabas, Osfronemus, Clarias, Barbns macu- latus W. und Rasbora argyrotaenia). Aber nur bei Celebes bringt diese Auf- zahlung (134, dann 2 iibergangene) etwas von Werth. Es werden 43 (50 iui Text) dem Susswasser zugesprochen und die einzelnen Biiche, sowie der Tondano- und Sidensenysee (3 und 6 sp.) erwahnt. Die iibrigeu spec, sind brackiseh. Es sind da 30 Gobiiden (14 Siissw.), 10 Clupeiden, 6 Aale, 4 Silu- riden, 6 Hemirhamphus, 7 Terrodon (3 Siissw.), 7 Serraniden im Susswasser, aber nur 26 spec, sind auch brackiseh (Ofiocefalus, Anabas, Haplochilus, 3 Aale, Monopterus, Notopterus, Symbranchus). Der Parallele zwischen Australien und Celebes eutnehmen wir, dass Celebes eine verarmte indische Fauua hat, wahred-Australien sich von Asien trennte, ehe Teleostier (ausser Osteoglossum) lebten, dasa Meeresfische in beiden, wie im Pacitic uberhaupt dominiren, Susswasseifische wenig zahl- reich sind — aber in beiden verschieden (die australischen Cypriniden ignorirt Weber), endlich dass Siid-Celebes im Neogen unter dem Meere lag und darum verschieden ist von Nord-Celebes. Das Familienverzeichniss hat 64 Siluriden (Bleeker 90 in Malaiaien) in Sumatra, 68 in Borneo, 45 Java, 5 Madura, 4 Biliton, 1 Bali — 83 Cypri- niden (nach Bleeker in Malaisien 109) in Sumatra und Borneo, 63 Java 14 4 Biliton, 2 Bali, je 1 Cyprinodonten in Sumatra, Borneo, Celebes, 2 Java, 1 Osteoglossus in Sumatra und Borneo, 3 Nandiden in Sumatra, Borneo, 2 Biliton, 1 Java, 1 Luciocefalus in Sumatra, Borneo, Biliton, 5 Mastacembe- liden in Sumatra, Borneo, 3 Java, 1 Biliton, 11 Ofioeefaliden in Borneo, 9 Sumatra, 5 Java, 3 Madura, 2 Biliton, 1 Flores, Celebes, Amboina, 9 Laby- rinthfische in Borneo, 8 in Sumatra, Java 3, Madura, 2 Bali, Celebes, 1 Biliton, Timor. Nieht bedeutend sind die sonstigen Zuwiichse aus Malaisien. Noch immer fehlen uns ganze Inseln, wie Lombok (Weber), von anderen haben wir 2 Arten (s. v. Webers Catalog). Von Nias kennen wir 45 sp. (Collection Modigiani) — nichts Neues. Vom Celebes kam Porogadus rostratus, Bathytroctes macrolepis — und die erwahnten Hemirhamphus orientalis und Haplochilus celebensis (Weber). Aus Sumatra hat Veth 32 sp. gebracht — 17 Cypriniden, 5 Siluriden, 1 Periophthalmus, Eleotris, Pristolepis (Nandid), Osfronema, 2 Ofiocefalus, Mastaceiubelus, Monopterus, Tetrodon. Zu den 48 sp. Siluriden Bleekers aus Borneo hat Vineinguerra 10 zugefugt (neu Arius Doriae [Fluss bei Bandjer- massing], Hemipimelodus intermedius), es sind dort 14 im Siisswasser gezahlt. Vaillant beschrieb eine Sammlung (92 sp.) von Flussfischen von Borneo von Chaper und gab die Zahl der bekannten spec, auf 300 an (Bull. Soc. Zool. Fr. 1893. p. 55). Es sind 46 Cypriniden (neu Amblyrhynchichthys altus), 19 Siluriden (neu Diastatomycter Chaperi, Callichrous eugeniat;us), 6 Laby- rinth., 4 Ofiocefas, 2 Polynemus, Cynoglossus (Pleuron), Microphis (Syngnath.), Tetrodont., Perciden (Ambassis macrolepis und Pristolepis faseiatus), zu 1 Notoptems, Belone, Clupeoid, Eiectris, Toxotes, Nandus, Mastacembelus. Wir stimmen mit der Kritik Webers fiber unser Werk puncto Malaisien iiberein. Audi nns hat die eigene Leistung nicht befriedigt. Es ist kein lebensvolles Bild, das, was wir aus Bleeker's Enumeratio (1859) entnommen. Leider hat Weber auch nichts Besseres geliefert — trotz der Autopsie. Es geniigt auf Bleeker's Ausdruck in aquis — fluviomarinis hinzuweisen, urn vom Fachmann verstanden zu werden. Gerade diese reichste und wichtigste Gegend sollte inehr besitzen, als eine Nomenklatur aus einer Zeit, wo man individuelle und geographische Variation nicht zu trennen wusste. Wir haben darum die Enumeratio in einer Tabelle S. 218—219 excerpirt. Dort hatte Weber auch die gewiinschten gewohnlichen 2 Cypriniden etc. Balis ge- funden — wer ein Werk kritisirf, soil es ganz lesen. Wir wissen nicht, wo in Bali diese Fische sind, ob auf der West- oder Ostkuste etc. S. 191 Z. 23 von oben: deleatur von Bali — Timor. Die Campagne 1891—92 des ,,Investigator" brachte von den Lakka- diven und aus dem Golf von Bengal en aus den 200—1300 Faden weitere 27 Tiefseefische: Chimaera (= monstrosa), Dibrancbus micropus (Pedicul.), Paradicrolene multifilis, Lain program in us fragilis (n. g.), Heptocarasimutu (n. g., — alle 3 Ofidiid), 5 bekannte Macrurus, Bathygadus cottoides, Aforistia woodmasoni, Gonostoma elongatus, Cbauliodus sloanei (Lakadiven), panmelas (n. sp.), Harpodon squamosus, Bathypterois insularuro (Lakadiven n. sp.), Alepocefalus Blanfordii, edentatus (n. sp.), Xenodermichthys (n. sp.) Giintheri, Leptoderma macrops (Vaillant), Halosaurus paryipennis (n. sp.), Congro- muraena longicanda (Bgl.), Uroconger vicinus (Vaillant), Coloconger raniceps, Nettastoma taeniola, (xavialiceps microps. Die Literogestation im Indischen Meer von Trygon bleekeri und Ptero- platea micrura ist biologisch hochst wichtig — auch systematisch und damit wohl «iuch geographisch. Toxotes blythi Boulenger ist aus Biima, microlepis aus Siam. Die Erganzungen Day's zu den Fischen Indiens bringen viele syste- matische Aenderungen — Contractionen und Spaltungen, aber nur 27 neue spec: Apogon thurstoni, Percis cylindrica (Andauianen), Pseudochromis bicolor, crassicauda, Peristethus halei (Ceylon), Gobius thurstoni, littoreus (Madras), Cepola indica (.ibid.), Petroscirtes striata (Ceylon), Salarias cruentipennis, neilli, bicolor, sindensis, Cristiceps halei (bildet die Verbindung zwischen 15 Australien und dem Mittelmeer), Acanthoclinns (s. d.) indicus, Xifocbilus robustus, Cossyphus bilunulatus, Cheilinus undulatns, Platyglossns roseus, metager, Coris Halei (Ceylon), Fierasfer homei (Fliisse), Leiocassis fluviatilis, Akysis pictus und die wichtigste Neuigkeit ist Galaxias indicus (Madras, Bengalen) — eine anrarktische Form (s. d.). Neu fiir Indien sind z. B. Balistes buniva, Alopias vulpes, Rhinodon typicus, Syngnathus conspicillatus. Auch Alcock hatte einiges: Minous coccineus, Taeniolabrus cyclo- graptus, Arnoglossus brevirictis, Solea cyanea, Synaptura altipinnis, Cyno- glossus versicolor, preeisua. Die Arbeit von Sauvage (in Grandidier, Histoire naturelle du Mada- gascar) tiber die Fische des westlichen indischen Oceans und Mada- gaskars ist das umfangreichste Faunenwerk der lerztea Zeit. Er zahlt 1238 sp. 29B gen. auf, davon 65 Flussfische, incl. zahlreieher Meereswander- fische. So sind unter diesen letzteren 28 Gobiiden (ueu Eleotris Sikorae), 9 Mugil, 4 Anguilliden, 3 Dules (D. rupestris, Moronopsis Steind.). Das Meeresverzeichniss enthalt 53 Selacbier (Alopecies vulpes, Acan- thias vulg., Myliobatis aquila, Zygaena malleus, Trygon pastinaca, Narcacion polleni, Torpedo marmorata, end. Loxodon macrorhinus M. H., Seychellen), 22 Beryciden (Polymixia nobilis, 2 end. Holotrachys archiepiscopus und Holocentrum macropus). 211 Percidea. (Ambassis Commersoni ist auch Fluss- fisch (Madagasc.) — wie die 3 Dules, Lobotes surinamensis). Endemisch sind Pikea lunulata in Reunion nach Guichenot, und Epinefelus cylindricus, eutra, Glyfodes aprionoides etc. Feruer sind dort 37 Spariden (3 Chrysofrys iu Fliissen und Strandseen), 10 Cirrhitiden (2 neue Cirrbites: Guichenoti, grandi- maculatus"), 27 Mulliden (2 Genes 3 hier) sind im Strandseen G. oyena und acinaces), 73 Chaetodontiden (Pemferis otaitensisj, 4 end., Plesiops nigricans, 17 Teuthis, 39 Scorpaeniden (incl. 2 Caracant.hus von Madagascar, Crosso- derma, Synanceia verrueosa soil auf Reunion 6 Menschen getOdtet baben. — Rothes Meer, Madagaskar, Indien, Polynesien). Ferner 10 Cottiden (9 Platy- cefalus (e. grandidieri, rodericensis = timoriensis, insidiator v. Australien, Japan, Rothem Meer; Dactylopterus orientalia), 7 Polynemus (astrolabi ist Flussfisch, 14 Tracbiniden (neu(?) Percis rosea Lienard (Mauritius), Sillago sihama im westl. Madag.). Dann 27 Scomberiden (Sc. Kanagurta), der Thun- fisch bat einen madagas. Namen, Auxis rochei, Echeneis (6) remora, uaucrates, 20 Synonyma werden aufgezahlt, Xifias gladias). 68 Carangiden (incl. hier Coryphaena bippurus, Kurtus indicus, darunter Temnodon Saltator, Trachurus trachurus, Serioia Lalandi, Caranx hippos), 2 Malacanthus, 27 Acanthuriden (A. flavescens Madag. — N. Guinea, A. triostegus), 2 Batrachus (Flussfische), 12 Antennarius, 3 Trichiuiiden (Gempylus prometbeua, Trich. hauinala, savala), — dann 5 Sciaeniden (? S. aquila), 70 Gobiiden (27 Flussfische, Sicydium la- tipes, Periopthalmu8 Kolreuteri, 14 Gobius (amiciensis C. V., giuris H. B.), 11 endemisch, neu G. zanzibarensis, und Eleotris Sikorae (E. gobioides von Neu-Zeeland in Madagascar). Weiter sind da 6 Callionymus, 25 Blenniiden (darunter Tripterygium (elegans Pet.^; Alticus nionoehrous u. Salarias striato- maculatus sind Flussfische). 15 Mugiliden (darunter M. saliens Risso (— ca- pensis Smith), cefalotes, borbonicus (Mad.), Suiithii, rodericensis, Myxus coecu- tiens auf Rodriguez, 2 Agonostoma (sonst Central-Amerika, Antillen), 5 Athe- rina, 4 Sfyraena, 3 Fistulariden (F. tabaccaria), 2 Centrisciden (C. gracilis Howe), 1 Nandide (Spirobranchus Smitbii Bianconi) in Flussen von Mozambique), 45 Pomacentriden (Heliastes frenatus vom Guam, Dascyllus aruanus, margi- natus von China, und 8 Chromiden (Susswasser Madagascars, 2 Nossi-B6) — in 4 gen. Paracara, Paretroplus, Paratilapia und Ptychochromis. Endlich ferner 88 Labriden (5 neue spec. Licnards (Mauritius) — darunter Anampses viridis von den Marquesas, lunulatus aus Amboina, Julis trilobata vou China, 4 Odaciden (incl. Cymolutes, Pseudodax moluccensia, Odax borbonicus), 41 Scariden (37 Pseudoscarus — sumbaviensis, javanicus, strongylocefalus aus Java), Macrurus (Mauritius nach Lienard). Ferner 9 Ofiaiiden (5 Fierasfer, Brotula borbonica, 11 Pleuronektiden, darunter Pseudorhombus russelli 16 (Australien), 7 Siluriden (darunter Clarias gariepinus. 2 Arius, Plotosus arabicus, sonst Siisswasserfisch Madagaskars; end. Leimuraena borbonica (Reunion, Madag.), Ancharius fuscus, Plotosus anguillaris), 11 Scopeliden (Myctofnm coecoi, Saurus atlanticus), — der Goldkarpfen (eingef.), 4 Cyprinod(,nten (Siisswasser, Nossi-Be", Haplocbilus homalonotus), 1 Argyropelecus (aculeatus C. V. Madag., Reunion, aber auch Azoren, — Madag. 2 ex.). Ferner sind 23 Scoinberesociden (Exocoetus solandri) angegeben, 2 Chirocentriden (Ch. dorab Natal, Zanzibar und Butyrinus glossodonris), 3 Gonorhyndeen (G. Grayi von Cap-Japan, 2 Lutodeira hier) und 28 (30) Clupeiden (Engraulis brownii aus Amer., end. Spratelloides madag. (delioa- tulus bis Australien), Pellona ditchoa (Java). Von Anguilliden werden 5S—6O spec, angegeben, darunter 28 Gymnothorax (4 als endein.), 4 Leptocefalen, 3 Anguiila als endemisch (Hildebranitii Pet., und Delalandii im Siisswasser, neben vielen weit verbreitaten Arten: A. mauritiana bis zu den Filippinen, Ofichthys croeodilinus bis zu den Galapagos, 4 Gymnothorax bis Japan (bis Norfolk nubila), G. undulata bis zn den Sandwichsinseln). Endlich sind noch da 2 Solenostomus (cyanoptenis bis China), 30 Syngnathirien und Seepferdchen, so S. Aeus (Capland bis Schweden) bei Reunion, Hippocampus ramulosus (Leach) des Mittelraeeres (Azoren), 5 end. sp., dann 10 Ostracion (auch quadricornis, triqueter (amerikanisch bei Giinther), 28 (24) Tetrodonten. meist weit. verbreitet (marargitatus bis Tahiti, lagoce- falus von Cap bis England), Triodon bnrsarius und Orthagoriscus oblongus, 26 (53) Triacanthinen (Balistes aculeatus, forcipatus aus Westafrika, con- .spicillnm bis Japan). Leider ist meist keine Ortsangabe, so dass das Ver- zeichniss ohne Angabe der Quellen nur einen geringen Werth hat — obwohi es viele Novitaten fur den Indisehen Ocean bringt. wobei auch die Syno- nymik eine gewisse Rolle spielt. Die Lienardscheu sp. aus Mauritius be- diirfen der Revision. Viele species sind nur aufgefii'nrt, weil sie einen made- gassischen Namen haben sollen — was doch etwas gewagt ist. Das Fluss- fischverzeichniss bediirffe vor allera genauere Ortsangabe, wie weit die brak- ische Zone der Gobiiden, Mugiliden, Aale, Lobotes surinamensis roicht. Jnteressant ist, dass der 1861 (7 Stuck von Tananarivo) eiugefiihrte Gold- karpfen sich selbst verbreitet und Gobiidc'ii und Chroiuideu vertilgt. Als eigentliche Brackwasserfiscbe (iler Strandseen), werden angefiihrt: Caranx hippos, Chrysofrys hasta, Pelamys sarda (hauiig), Diacope margi- nata, Lutjanus argenfimaculatus, Salarias striatomaculatus — Mugil Smithii, borbonicus, Ofichthys orientals. Als Grenzen des besprodienen Meeresgebietes sind angegeben 3° bis 26°siidl.Breite und 42=65° Liinge (Zanzibar, Seychellen, Mauritius, Rodriguez). Vom afrikanischen Festland ist wenig Neues — es bleibt das nns un- bekannteste, wenn auch wohl iirmste Festland Die Congolische der ameri- kanischen Expedition (,,Eelipseu) sind uns unbekannt. Boulenger beschrieb aus der Congo-Mihulung Clarias melas, Mormyrus Sauvagei, Ctenopoma con- gicum. Vom Gabun kam Mormyrus mento. 8chinz hat aus dem Ovaraboland als einzigen Fisch nach Regen Clarias gariepinus (det Hilgondorff). Die Fische des Hinterlandes kennen wir (excl. Castelnau) noch nicht. Die (p. 199) als aus dem Ogowe stamiuend angefiihrte Sammlung Savorgnan de Brazza's (6 Flussfische) ist auch aus dem Hinterlande (Congo Franc.), meist aus Franceville, die {Sammlung aus Majumba vom Congo iiberhaupt (17 aus dem Flusse): Mastacembelus Marchei, niger, crypta<;anthus, Iiemi- chromis auritus, bimaculatus, Tilapia nigiipennis, Spirobranchus capensis, Ctenopoma Petherici, Clarias gabonensis, Chrysichthys nigritus, Malapterarns electricus, Brachyalestes longipinnis, Sarcodaces odoe, Xenocharax spilurus, Nannaethiop's unitaeniatus, Bryconops microstoma, Petrocefalus simus, Gobius congensis — dazu kommen aus dem Unteren Congo (det. Boulenger) Cteno- poma congicum, Clarias melas. Mormyrus Sauvagei — dann Chromis Du- merili Steind., Ohamaelabes apus Gthr., Polypterns palmanim Ayres. Dass sich noch manches erwarten liisst, zeigt, dass Giinther in der Coil. Gregory ii 17 vom Kenia unter 13 Arten 6 neue faud: Chromis niger, spilurus, Alestes affinis, Labeo Gregorii, Barbus tannensis, taitensis. Das intereasanteste ist die Coll. Fischer (det. Hilgendorff) aus dem Ukerewe, 15 sp. neu = Chromis niloticus, nuchisquamulatus n. (Haplochromis) obliquidens d., Paratilapia retrodens, caviforas, longirostris n., Synodontis atrofischeri, Alestes Riippeli, Mormyrus oxyrhynchus, longibarbis, 3 Barbus ttrimaculatus, nedjis), Labeo Forskali und Fnndulus orthonotus (von. den Maskarenen bekannt). Es zeigt dies, wie viel man noch erwarten kann. Bei Abyssinien ware noch zu bemerken, dass hier Steudner (Zeitschr. f. allg. Erdk. Berl. 1864 p. 108) aus dem Beschilo-Flusse Chromis boldi und Cyprinus (?) macrolepidotus erwahnt; was das fur Fische sind, konnten wir nicht entrathseln. Selbst aus Nord-Egypten kam noch eine Raritat, Alburnus alexandrinus Steind. neben 2 Barbus, Synodontis, Chromis niloticus und Hydrocyon Forskali! Gering ist die Ausbeute aus dem tropischen Meere. Nach einerMit- theilung Jordans ist ja die Ausbeute der Hasslerexpedition erst zur Halfte bearbeitet. Einige Arbeiten z. B. nVettore Pisani"-Expedition konnten wir nicht bekommen. Die Noronha-Expedition brachte nur 20 sp. (neu Julis noronhae, die wir der Neuheit (bei der isolirten Lage der neotropischen Insel) halber an- fflhren: Apogon imberbis, Haemulon chrysargyreum Gthr., Holocentrum longi- pinne W., Acanthurus chirurgus, Dactylopterus volitans L., Gobius sopo- rator C. V., Salarias atlanticus, vomerinus, Clinus nuehipennis, delalandi C. V., Gobiesox cefalus Lacep., Pomacentrus leucostictu% Glyfidodon saxatilis L., Rhomboidichthys lun-itus L., Hemirbamprus unifasciatus Ranzani, Clupea humeralis C. V., Muraena pavonina (Siidsee), vicina Cast., catenata — also meiat (10) brasilische Fische — aus dem Mittelmeer ur 3, Apogon imberbis aus den Antillen— 14 (Gobius soporator von Panama ab, auch bei Sicilien), nur 1 Kosmopolit—Dactylopterus). Aus Australien sind nur einzelne neue spec, von Ramsay und Me Leay veroffentlicht worden: Apogon roseigaster (N. S. W.), Trichiurus coxii, Tripterygium striaticeps, connulatum (N. S. W.), Prionurus uiaculatus, Opistho- gnathus inornatus, Choerops Me Leayi, Cossyphus bellis, Heteroscarus Me Leayi, Labrichthys cyanogenis; von Adelaide ist BeryxGerardi Gthr., Pelamys Schlegeli (Victoria), Eupetichthys angusticeps (N. S. W.), Parascyllinm collare (N. S. W.), Carcharias macrurus. In die Synonymik konnen wir uns nicht einlassen. Riverina Murraya (Castelnau): Macquaria, Mullus grandis Castelnau = dobula etc. Von der Howeinsel hat Ogilby: Anthias cichlops, Serranus cylindricus, Sternoptychides amabilis. Ogilby hat (?) Trachistoma multidens (Mugil), Histiopterus elongatus (N. S. W.), von Norfolk ist Coris trimaculata, Apogon norfolcensis, Julis lunulata, Myxus elongatus. Von Gunther be- schrieben sind (Meerfische) Opostomias micripnus, Pachystomias microdon. — Die Tiefseetische des Challenger haben wir sehon erwahnt. Aus Neu-Guinea hat Ramsay neu Dules nitens, Neopemferis pectoralis, Gunther Synapho- branchus brevidorsalis. Wenig Neues ist aus den antarktischen Gegenden. Centroscyllium granulatum Gthr. ist von den Falklandinseln, Pseadoscarus Kneii Steind. ist von Aukland, N. Zeeland, Gallaxias Campbelli Sauvage von den Campbellinseln wie Notothenia Filholi. Aus Oceanien ist Moronopsis sandwichensis, Myripristis Pillavaxii Steind. neben Hoplegnathus fasciatus und Serranus dictyoforus (Sandwichinseln). Die grSsste Menge von Novitaten hat Nordamerika autzuweisen, den darauf verwendeten Staatsmitteln entsprechend, Aber auch die umlie- genden Lander Mexiko, Antillen, Galopagos, Brasilien haben von diesen Staatsexpeditionen Nutzen gezogen. Die Fische Castelnaus sind von Jordan revidirt worden, neu Serranus Castelnaui (28 sind geandert, 2 sp. eingezogen). Das Verzeichniss der Fische von Bahia (Jordan im Bull. M. S. Fishery Com.) mit 111 sp. hat nichts Neues, als Paralichthys isocles, Verecundus rasile (Pleuronectid). Fiir Bra- silien (s. u.) sind neu 35 sp., mpistens aus Cnba nnd Ascension schon be- 3 rrjix^™—~«d* 18 kannt, nur der Acanthurus hepatus des Indischen Oceans ist auffallig — manche sp. ist zweifelhaft. Opisthonema oglinum Le Sueur, Tylosurus sub- truncatus Poey, Gymnotborax funebris Ranzani, Sifonostoma erinitum Jenyns, Mugil gaymardianus Desm., Sfyraena picudilla Poey, Scombromorus maculatus Mitchill, Caranx punctatus, crumenophthalmns, Pemferis Schomburgki (= Miil- leri Poey), Priacanthus cepedianus Desmar., Mycteroperca falcata Poey, Epi- nefelus ascensionis, ? Alfestes ater, Mesoprion analis C. V., griseus (jocu Bl.), Haemulon carbonaricum Poey, hians, (Conodon) plumieri, Pristipoma virgi- nicum, bilineatum C. V., Genyatremus cavifrons, Apogon maeulatus Poey, Dpeneus (Mulloides) flavovittatus (= martinicensis), Larimus dentex C. V., Micropogon Fournieri Desmar., Gerres pseudogala Poey (Jonesii Gthr.), (Gerres) rhombeus C. V., olisthostotna Goode, Acanthurus hepatus, Scarisoma hoplo- mystax Cope, Cryptotomus roseus (Scarid), Gobius soporator C. V., Hemi- rhombus ocellatus Poey, — Monacanthus hispidus u. Ostracion trigonus. Sonst sind aus Brasilien noch neu (ex Jordan u. A.) Serranus castelnaui Jordan, ascensionis, apua, brasiliensis, flaviventris, cruentatus, niveatus, merus Poey, Micropogon adspersus Steind., Polycirrhus brasil. (St.), Pogonias chromis L. — Cynoscion acoupa Lac, virescens C. V., steindachneri Jordan, bairdi Steind., Bairdiella armata Gill, Monoprion rostrifer, stellifer BL, nasus J., microps Steind.— Scomber colias 6m. (pneumatoforus), Cybium cavalla — Labrus crassus Ag. (livens L.), Halichoeres bivittotus C. V. (poeyi = crotafus C. V.), Callyodon (Cryptotomus, roseus Cope, Sparisoma virens C. V., chrysopterum Gthr., distinctum Poey, haplomystax Cope, Scarus trispinosus Guich., Syacium micrurum Ranz., Etropus crossotus J. G., Oncoptcrus darwini St., juv. Rio Grande do Snl, Achirus garmani Jord., Solea nattereri St. (Fluss), Saurus synodus C. V., Gymnothorax funebris Bean (22 Synonyme), flavigaster Kaup (conspersus == punctatus Casteln.), Ofichthys schneideri St., Myriofis frio (end.), Muraena savanna == Cynoponticus ferox Costa aus Neapel = limbatus Castelnau, Leptocefalus conger (50 syno- nyme Jordan). "Wichtiger schon ist ein Verzeichniss (79 sp.) von den Galapagos (Coll. ;;Albatros"), das z. B. keine Sciaeniden enthielt, die ostlich so zahl- reich (Panama 18) — an neuen Arten (26) incl. hauptsachlich des Stillen Meeres westlich von Columbien in 7—8° S. B., 78—80° Lange, 7—62 Faden Tiefe ebenfalls 41): Raja equatorialis, Discopyge ommata (Pan.), Synodus e.versmanni, jenkinsi, Ofichthys eviantha aus Galap, rugifer (aus Galap.), Ofisoma nitens, Stromateus palomet, Prionodes stilbostigma, Diplectrum euryplectrum, Kuhlia arge G., Xenocys Jessie G., Scorpaeua russula, Prio- notus xenisma, albirostris, quiescens, Bollmannia (Gobiid) chlamydes, Ranulca azalea (Blennid.) aus Galapagos, Kathetostoma averruncum, Porichthys nauto- pedium (Galap. und Meer), Otofidium indefatigabile Galap., Bregmaceros bathymaster, Azevia (Pleuron.) querna, Engyofris Scti Laurentii, Symfysurus atramentatus, leei. Es haben so bei gleicher Artenzahl die bekannteren Galapagos nur 7 Novitaten geliefert, das Meer dagegen 19 — ein Beweis, dass das so wenig bekannte sudostliche Stille Meer noch viel Neues bringen kann. Von den bekannten sp. der Galopagos erwahnen wir Hemirhamphus Roberti, Tylosurus Stolzmanni Steind., Mugil cefalus (des Mittelmeeres, wo er in Egypten Caviar liefert), Scomber colias Gm., Caranx latus, Cratinus Agassizi, Caulolatilus princeps, Balistes capistratus, Ofichthys eviantha, rugifer, Kuhlia arge, Xenocys jessiae, Ranula (n. g. Blenn.) azalea, Porichthys nautopedium, Otofidium indefatigabile. Aus dem Meere westlich von Columbia unter Anderen Urolafus goodei, Exocoetus evolans, Pomadasys panam., Thalassofryne Dowii, Tetrodon Furthi, Lofius sp., neu Raja equatorialis, Discopyge ornata, Synodus eversmanni, jenkinsi, Ofiosoma nitens, Stromateus palomet, Prionodus stilbostigma, diplectrum, euryplectrum, Scorpaena russula, Prionotus quiescens, albirostris xenisoma, Bollmannia (n. g. Gobiid) chlamydes, Kathestostoma averrunoum, 19 Bregmaceros bathyuiaster, Azevia queina, Enygofrys St. Laurentii, Syinfyurus atramentatU8, leei. Ebenso wichtig ist eine kleine Sammlung, die der Albatros von S. Lucia (Antillen) brachte, die Jordan ebeuso bescbrieb, wie die beiden friiheren. Von 87 sp. ist neu nur Corvula St. Luciae, die Mehrzahl ist eben ostneotropisch, so dass z. B. davon in Bahia die erstgenannte Sammlung 36 sp. enthalt, wahrend in Florida nur 19 davon vorkommen. Ein kleines Verzeichnis von Panama (Coll. Albatros) im,Meere (83) hat neu nur Lepto- fidium prorates. Wir miiasen auf ein alteres Verzeichniss vom St. John-Flusse in Florida 223 sp. (Brown Goode — von deren 33 nordlich vom Cap Cod) zuriiekgreifen. Eigenmann (0. und Rosa) haben ein Verzeichniss von 463 amerika- nischen Siluriden verbffentlicht (Bull. U. S. Nat. Mus.), darunter 46 neu (34 aus Brasilien, 3 von dem Kaiser Dom Pedro II. gefundeu, sonst meist aus Panama), welches in der Ubersicht der sudamerikanischen Flsche wieder- holt wird. Ebenso beschrieb Jordan 70 amerikanische Gobiid en (5 neu — G. Garmani aus Kl. Antillen, hemigymnus aus Antillen, lucretiae von den Perlinseln bei Panama, Barbulifer papillosus Key/West, Microgobius eulepis aus S. Carolina. Jordan und Eigenmann revidirten die amerikanischen Arten von Belone (19), Tetrodon (13), Haemulon, die Julidineen (215), sowie die amerikanischen Species der Ichthyologie von Valenciennes. Die Antillen haben 17 Spariden, 14 Pristipoma, 14 Cbaetodonten. Belone acus gent von Palermo und Messina bis Massachusets (Cap Cod, Bermuden, auf Cuba (B. latimana nach Poey). Potancorhaphis gujanensis ist nur Flussfisch (Guayana, Brasilien). Tetrodon testudineus ist auf beiden Seiten des tropischen Amerika wie Belone hians, Hemirhamphus unifasciatus, Lobotes surinamensis (Panama), Thalassoma melanochir Bleeker aus Ainboina und den Saudwichsinseln ist bei Acapulco (Steind.!) wie Mugil cefalus (Nil, Tunis, Antillen) in Acapulco, Californieu, Chile. Es zeigt dies, dass die alte Verbindung des Pacific mit dem Mittel- meere ganz spat iiber die Antilleu gehen konnte, ehe die Landenge vou Panama entstand. Aus Mexico beschrieb Bean als neu Lampetra spadicea, Algansea dugesi (Guanajuato), Fundulus robustus, Acara Bartoni (S. Luis Potosi) mit Hudsonius altus und Characodon variatus. Fur Alaska und Brit. Columbia hat Bean 17 neue Tiefseesfiche (Coll. aAlbatros" meist in 51—56°N.B. 110—159 bis 1569 Faden Tiefe) beschrieben als Chalinura serrula, Antimora microlepis (Queen Charlotte-Insel), Lycodes brevipes, brunnea (Sud-Californien 414 Fad.), Poroclinus Rothrocki (Blenn.), Careproctus spectrnm, Jcelus scutiger, euryops, Dasycottus (n. g.) setiger, Malacocottus zonurus (n. g.), Hemitripterus marmoratus, Psychrolutes zebra (110 Fad.), Sebastolobus alascanus, Chauliodus Macouui, Labichtys Gilli (Prinz-Wales-lnsel, 1569 Fad.). Aus dem Jukon hat Bean Coregohus pusillus (var. Merkii?) Aber der grbsste Zuwachs ist bei Californien, speciell von Washington bis zu dem Golf von Unter-Californien und Soccoroinsel, von woher der ,,Albatrosa zuerst 34, dann 92 neue sp. brachte (det. Gilbert), mit nicht weniger als 12 neue gen. Die erste Nachricht brachte Raja trachura (822 Faden), 3 Catulus, Euiainia platyrhyncha (Socorro, 800 Fad.), Stoleforus cultratus, Myctofum regale, Alepocefalus tenebrosus (821 Fad.), Pprogadas promelas (1005 Fad.), Sitostoma carinatum,Callechelys peninsulae, Atherinops insularum (S. Barbara etc.), Mugil setosus (Revillagigedo), Diplectrum sciurus, Mycteroperca pardalis, Bodiauus acanthistius, Upeneus xanthogrammus, Poma- centrus leucosus (Socorro), Gobius microdon (N. Mexico), 1—3 Bollmannia, Gobiosoma crescentalis, Chrolepis minutillus, Gillellus ornatusr Prionotus gymnostetha, Careproctus melanurus (bis Oregon), 2 Paraliparis (685 Fad.), Trachyrhynchus hololepis (ab Centralamerika), Macrurus pectoralis (685—787 3* 26 Fad.j ab Oregon), Lycodes diapterus (ebend.), Symfurus fasciolaris und Antennarius reticularis. Es wachsen in der zweiten Exp. zu: 3 Myctofura (mexicanum 857 Fad.), Bathytroctes (stomias — Wash. 877 Fad.), Idiacanthus antrostomiis, Bathy- lagus pacifius (Wash. 877 Fad.), Argentina sialis (Unter-Calif.), Synodus lacer- tinus (Acapulco), Etrumeus acuminatus (Golf v. Calif.), Leucoglossus atilbius (Salmon. — Argent. U.-Calif., 221 Fad.), Neoconger vermiformis, Ofichchys uotochir, Exocetus xenopterus •— Melamfaes lugubris (Calif. 822 Fad.), cristi- ceps (Wash. 889 Fad.), Serranus equidens, Pronotogrammus eos, Micropogon M'Donaldi (Golf v. Calif.; geht in die Fliisse z. B. in Colorado), 3 Pseudo- julis, Halichaeres setifer (Claironins.), 3 Thalassoma (Socorroins. — Labrid) Calotomus xenodon (ibid.), Microspathodon cinereus, Holacanthus clarionensis (ibid.), 2 Gobius, Microgobius cyclolepis, 9 Sebasticbthys (Calif, aurora bis 297 Fad.), Scorpaena sierra, 5 Icelinus, Radulina (n. g. Cottid) asprellus (Oregon—Wash.), Bathyagonus (id. Wash. 477 fath.), 3 Xenochirus (id., Cali- fornia, Oreg.). Paraliparis rosaceus (Siid-Californien 98±), 5 Gobiesox (4 Golf v. Californien), Bathymaster hypoplectus (Trachinid, Abt. Leptoscopiden), 2 Gilellus (n. g., emicinctus, auch atlantisch), Dactyloscopus lunaticus, Labro- somu8 crenobates (Nord-Calif.), Cryptotrema (n. g. Labrid.), corallinum (Siid- Calif.), Plectobranchus (id. Oreg. Wash.) evides, Lucioblennius (id.) alepidotus (Nord-Calif.), Lycodes porifer (das. 857 F.), 2 Lycodopsis, Aprodon (n. g. cortezianus) und Lycodapus (n. g.) daselbst, Fierasfer (610 bis 1005 F. und bis Wash.), 4 Leptofidium (N.-Calif.), Ofidium galeoides, Cataetyx rubrirostris (359 Fatb.), Neobytbites stellifaroides (N.-Calif. 112 F.), 2 Physiculus (nema- topus bis 221 F. ibid.), 3 Alacrurus (liolepis bis 603 F.), 7 Pleuronectiden: Platofrys taeniopterus, 2 Citharichthys, Ancylopsetta dendritica, Hippoglosaina bollmari, Lioglossina (n. g. Golf v. Calif.) tetrophthalma, Cynicoglossus bathy- bius (S. Barbara 603 F.), endlich Haliaeutea spongiosa (Revillagigedos 460 F.) und Melichthys bispinosus (Socorro). Bean hat noch einen Synchirus (Cottid) Gilli von British Columbia. Sant Jago Roth hat aus Entre-Rios 10 fossile sp. beschrieben (Squalus eocenus, obliquilens Brav., 4 Lamna, Myliobatis americanus, Sargus incertus Brav., Sparus antiquus und Silurus Agassizii — nach den Saugethiereu un- gefahr oligocaen (Ameghino). Sehr wichtig ist Cyprinodon nevadensis (Eigenmann) in der Death- Valley — dem unter dem Meere liegenden Tiefthal Siidcaliforniens — woher nur C. macularius Gir. (Coloradowtiste) bekannt war. Im Gilaflusse fand Kirsch unter 7 sp. 5 Catostomus (neu Cafcostomus gila). Aus Gramma loretto Poey macht Jordan eine neue Familie (bei den Spariden). Von der ichthyol Landesdurchforschung konnen wir nur einige Zahlen anfuhren — n8rdl. Arkansas 29 (Phoxinus neogeus Cope, auch Michigan — 2 exemplare bisher (Whiteriver), Zufliisse des Arkansas 56 (neu Noturus nocturnus, Amocrypta viva Hay), Waschitafluss 47 (sudlichere Formen, aber noch Esox u. Hyodon), Redriver bei Fulton 23 (Notopsis venustus typisch fiir Texas), Sabinenuss 15 (neu Notropis sabinae), Trinityfluss 13, Tampasee 20, Coloradofluss (bei Austin) 24, (Aal, A. postrataj, S. Maroofluss 15, Comalfluss (bei Neu-Braunfels 14. Als Hauptresultate werden angegeben: 1. Die kleineren Arten, zumeist die Etheo- stomiatiden, sind weniger lokal; 2. die geographische Variation ist grftsser als bei den Vogeln, die Ubergange sind da und der Speciesbegriff nur unser Nothbegriff (failure); 3. die Ozarkberge gleichen Tennesee trotz der Distanz, infolge gleicher Lebensbedingungen und der Verbindung zu Wasser (ja sie haben 3 end. sp. gemein mit dem mittleren Indiana); 4. Texas ist armer als das ubrige Mississippigebiet — je grosser das Flussgebiet, desto reicher; 5. Texas ist armer als der untere Mississippi und nicht endemisch, arm wegen des warmen, trockenen Sommers, wo die schlammigen Frubjahrstrflnie ver- siegen — aber nicht im Kalkgebiet; 6. die Bedingungen grOsaeren Arten- reichthums sind klares Wasser, massige Stromung, kiesiger Grund — eher mit Algen bedeckt, weder kaltes noch stehendes Wasser, Verbindung mit einem grossen Becken und geringe Fluctuation der Wassermenge. 21 In Jowa bat der des Mointjsfluss 30 (neu ftotropis Gilberti, Ainmo- crypta clara), Charitoofluss 13 (neu Etheostoma Jowae), Hundredandtwofiuss 19, der Missuri 22, Tabocreek 9, Lataire 24, Osageflasa 27. Aus Kansas hat Hay im Republikanfluss 6, Salomonfluss 21, Ismoro 17, Saline 21, Wallace 18 (neu Neotropis germanus). Aus Indiana (150 sp. im Ganzen, 77 sp. im oberen Wabash etc.). Eigenmann hat ein Verzeichniss der Fische von S. Diego (Siid-Cali- fornien) mit 170 sp. ver5ffentlicht, das zuerst ein Bild der Nordgrenze der tropischen Ichthys liefert. Die Mehrzahl der Typen ist gemassigt — ja die zahlreichsten davon 28 Sebastodes. Auch ist einiges Material fur die Soinmer- und Winterwanderung der Fische gelietert. So sind Sommergaste Tylosurus, Hemirhamphus, Stoleforus, Clupea, Mugil cefalus (steigt im Februar in die Flusse), Sfyraena, Thyinnus alalonga, Seriola, Anisotremus, Menticirrhua; Wintergaste Citharichthys, Hypopsetta, Caulolatilus princeps, Genyonomus, Damalichthys, Stereolepis etc. Siisswasserfische sind Phoxinus orkuttii, Fundulus parvipinnis (Cyprinodon macularius Gir. nur in der Coloradowiiste), Salmo irideus, Gasterosteus, aber keiner der 6 Gobiiden. Wanderfische sind Embiotociden, Mugil. Manche Fische sind nur in der Hochsee und an den Cortezbanken, nicht in der Bai. Die haufigsten sind Clevelandia longipinnis, Scomber colias, Sfyraena argentea, Pseudojulis modestus, Clinus evides, Porichthys margaritatus, Stromateus simillimus, Sarda chilensis. Ea zeigeu sich hier Chiriden (2), Cottiden (6), Merlucius productus, Pleuronectiden — und "wieder Blenniden, Labriden, Gobiesociden, Gerres, Pomacentrus — also eine Mischung von nSrdlichen und tropischen Formee. Vpn Tiefseeformen erwahnen wir Otofidium Taylori (Cortezbank), Tarletonbeania tenia, 6 Scope- liden. Em blinder Gobiid steckt im Ufersand (Typhlogobius). Die Collection Fischer aus Unter-Californien (Golf, LaPaz), 42 sp. hatte neu Cremnobates altivelis, Pholidichthys anguilliformis und Apodichthys univittatus (Lokiogton), sonst ausser Selene vomer, ClinuB Filippi und Sfyraena zygaena nichts besonderea (etwa den Amfioxus — Los Angeles). Von Tehuantepec kam Tetragonopterus streetaii, Xifoforus helleri, Philipnus dormitator. Aus Florida beschrieb Lonberg 135 sp. (nichta Neues). Die Meeres- fische theilt er in 4 Klaaaen: 1. weitverbreitete (20), 2. vcm Cap Cod bis Texas (25), 3. Antillenfiache (50) und 4. endemiache {j citirt). In den Fluss- fischen findet er nach "Weglaasung der Wanderfische 12 endemische und 25 weitverbreitete (auch im Norden) und bestreitet darum, dass Florida neo- tropisch sei, was wir auf Grund der Wauderfische und der Haufigkeit der Cyprinodonten (15 bei Lonberg) annahmen. Allerdings. hat Sudamerika eine andere Ichthys. Florida aber ahnelt Mexiko — ist dies deahalb nicht mehr neotropisch? Man sehe unter Sudamerika Eigenmanns Ansichten. Der Streit der in Nordamerika urn das Wort nneotropischa ent- brennt (man sehe z. B. den Kampf urn die Eidecbsen zwischen Boulenger uud Allen) wurzelt in der Verschiedenheit des Begriffes, der mit jenem Wort verbunden ist Entweder nennt man neotropisch alles, was siidlich der nearktischen Formen vorkommt (was durch die VOgelwanderungen allerdings komplicirt ist), oder man muss diesen Begriff theilen, wo so eine funda- mentale Verschiedenheit herrscht, wie z. B. zwischen den Fischen von Sud- amerika und Mexiko. Auf Florida passt nicht einmal das Wort Uebergangs- gebiet. Weun L5nberg Ganoiden und Aal nordische Formen nennt, was bleibt dann tropiach? Cypriniden, Etheostomatiden, Dorosoma, Siluriden, Clupeiden sind auch nicht nearktisch — es bleibt nur der flecht (E. reticu- latus) als circumpolar — etwas wenig fur eine Eintheilung. Weiter sinci anzutiihren: in C o 1 o r a d o ob. Plattefluss 13, ob. Arkansas 5, mittlerer 13, Wichita 27, ob. Rio-Grande 6, Utahbassin 14 (neu Xyrauchen uncoinpagre), 7 Sevierfiuss (neu Agosia adobe), Yellowstonepark 10 (6 Cypri- niden, (2 Catostomus), 3 Salmon. Cottua B&irdi), ferner Neoshofluss 22, Spadra-creek 19, Whiteriver 33, Mammuthspring (50.000 Quadratfuss in der Minute) 38, Little Redriv. 18, Washitafluss 36, sttdl. Missuri 28. 22 In Alabama hat tier TenueKsecfluss 74 (neu Fundiilus albolineatus), das Alabamabassin 51, Escambiafluss 38. In Nord-Carolina hat die Albe- marlegegend 45, der Koanokefluss 35, der obere Cumberlandfluss (in Ken- tucky und Tennessee) hat 59, der uutere Potomac 24. Aus Wyoming kamen yO (neu Leuciscus Gilli), aus Texas unter 31 sp. 4 neue Noturus und 1 Opsopoedus, Fundulus, 3 Zygonectes. Aus Jowa kamen vom Mississippi 62, Des Moinesfluss 54, Skunkfluas 49, Jowafluss 52 (der obere 18), Cedar- fluss 87, Clearsee 16, Wapsipinikonfluss 42, Maqueokerofluss 31, Turkey fluss 31, Yeliowfluss 17, ob. Missuri 11, in Dakota Bigsiouxfluss 33, Silverlake 11, fcoldierfiuss 6, Boynefluss 15. In Kentucky wurden 15 Fliisse unter- sucht (zwischen 18 una 64) — im mittleren westlichen Florida 5 — (12 bis 20 sp.;, vom Shenandoah 36, auf dem Dismalswauip 38, (Umbra pygmea, Achirus fasciatus), Chovanfluss 17, Koanoke 27, Pemlicofluss 28, Kauawha- fluss 19, Neusefluss 41, Cape Fearfluss 21, Santee 25, Gr. Pedro fluss 14, Holstonfluss 42, Frenchbroadriv. 34 etc., ob. Wabaschfluss 50, unterer 80. Aus New-Jersey (Great Egg-harbour) kennen wir 101 sp., aus der Chesapeakebay 64 (Bean). Von CozumeJ (Yukatan) brachte der Albatros 60 sp. (neu Scarus cuza- mile, Xyrichtbys ventralis, intirmus). In Michigan sammelte Bollmann 53 sp. im St. Josefluss. Gilbert hatte in der Niederuug (Lowlands) von Georgia 31. Eine Sammluug von Guaymas (Mexiko) zahlt 110 neotropische sp. (Jenkins) auf, davon 24 auch im Mexikanisclien Golf (jetzt sind 72 sp. gemein Pacific und Atlantic) — neu sind Rhinoptera Steindachneri, Meniaia clara, Upeneus Ratbbuni. Arten, die jetzt dort endemisch sind, durften sich bei wuiterer Kenntniss des neotropischeu Pacific auch anderswo linden, immer bleibt derselbe ungewohnlich reich an eigenen Formen — so sind eod. hier 5 Gobiideu, alle 3 Atheriniden. Weit verbreitete Formen sind Mugil cefalus ^MitteJmeer), Scomber coJias, Caranx hippos, Selene vomer, Elops saurus, Albula vulpes, Sfyrena zygaena. Aus dem Us ten der U.S. kamen kleinere und minder wichtige Bei- tiage. Erwahnen wollen wir nur, dass Moor in einem Verzeichuiss von Meeres- iiscben aus New-Jersey (Sea isle city, 61 sp.) bei Dasybatis centrurus Mitchill im Uterus vascular viilosities erwahut zur Ernahrung der Jungen — wohl dasselbe, was Alcock bei Trygon und Pteroplatea des Indischen Meeres entdeckte — echte Milchdruseu. Ein Verzeichniss aus Washington City (Maine) hat noch 2 Fuudulus, 2 Siluriden, 3 Clupeiden neben Lachs, Aai, Hecht, 2 Stichliuge (aculeatus, pungitius), die Salmouiden (6) ubersteigen an Zahl die Cypriniden. Die Fiscliereistatistik der U. S., die mustergiltig vor uns liegt, konnen wir leider nicht abdrucken, well sie nicht hereiugehbrt. Zweier Explorationen mussen wir aber gedenken — bei in der Kocky Mountains — die erste von Evermanu in Montana und Wyoming, die zweite von Eigenmann an der canadischen Grenze Ja'ngs der Pacinc-Bahn von Winipeg bis Columbia. Evermann brachte nur 16 sp.: 4 Catostomiden, 6 Cypriuiden (neu Leuciscus GilJii), 4 Salmoniden, darunter den Salino mykiss der Sierra Madre, Cottus Bairdi und Lota. Aus dem Makenziefluss brachte Gilbert nur 4 Sal- moniden. Die Eigenmannsche Expedition brachte unter 65 sp. ein neues genus — das zweite der bisher monotypischen Percopsiden — Columbia transmoutana aus Oregon. Die Cypriniden domiuiren mit 33 sp., davon 9 Catostom., daraut folgen 8 Perciden (5 Etheostoma), 6 Salmoniden (auch mykiss), 5 Cottiden (2 end.), zu 2 Siluriden und Gasterosteiden, Byodon, dann liecht, Lota, Stor, Aplodinotus grunniens (Sciaenid) und Ammocetes iridentatus (Petromyz.). Aus oem Winipegsee hatte er 42 sp., aus dem oberen Missuri 17, Redriver 16, Saskatscnawan 8, Frazerfluss 10, Columbia uberhaupt 22 (nur 4 Cypriniden, 1 Ceutrarchid). Er halt die pacifische Fauna fiir jiinger als die des Ostens und theilweise tiir asiatisch (Stor, Oncorhynchus), aber aus dem Osten kamen Catostomiden, Cypriniden, Salvelinus, der erwahnte Centrarchid (wohl auch die 2 Cottiden). Ein sehr wichtiges Verzeichniss ist das Eigenmann's aus Siidmexiko und Centralamerika (151—159 sp.), welches uns die Grenze der neotro- pischen Ichthys deutlicher zeigt. Wahrend Nordmexiko den U. S. gleicht, sind bier die dominirenden Familien Chromiden (52) und Cyprinodonten (37), die Siluriden (16) sind relativ nicht starker als in den U. S., aber ein anderes gen. Rhamdella (14) tritt an die Stelle des nordischen Amiurus (bis Guana- junto) and Ictalurus (Guatemala). Ebenso weit gehen die Catostomiden und Cypriniden (bloss Mexiko). Die Characinen treten mit 19 spec, auf — aber 16 sind aus dem grossen gen. Tetragonopterus, von denen 1 nach den U. S. hiniiberreicht, die anderen 3 sind centralamerikanisch. Auch die iibrigen Familien Mugiliden (4), Atheriniden (3) und Gobiiden (9) sind neotropisch. In den Fluss Presidio bei Mazatlan gehen 8 Meeresfische (Gerres, Tachisurus), dagegen ist Dorosoma (ein marines gen.) im Petensee mit einer endemischen Art (D. petensis Gthr.) abgeschniirt. Dagegen nehme noan das Verzeichniss Woolmans aus Nordmexiko — so dominiren hier noch die Cypriniden (14 aus 29), darunter 2 neue (Notropis aztecus aus Stadt Mexiko und Coue- sius adHstus), dann sind nur 3 Siluriden, 2 Catostomiden, 6 Cyprinodontiden, zu 1 Characine (Tetragonopterus argentatus) und Atherinide (Chirostoma jordani neu, aus Mexico); aber noch 2 Ethoostomatiden. Ceutralmexiko hat noch einen Petromyzontiden (Lampetra spadicea aus Guanajuato). Fur das entscheidende Moment ftir die Abgrenzung zwischen nearktisch und neotropisch halten wir hier die Familien — das Auftreten der Chromiden, Cyprino- donten und Characinen, und das Verschwinden der Cypriniden und Perciden. Die alten Gauoiden gehen hier durch beide Reiche (Lepidosteus tropicus ist in Mexiko und Guatemala). Die JJodenverhaltnisse machen den Uebergang hier rasch, wahrend er z. B. iu Florida sehr allmahlig ist. Am besten sieht man dies an dem Verzeichniss der Fische von Texas und der anliegenden Gebiete (determ. Evermann — 230 sp. (incl. der brackischen Kustenlagunen). Und zwar sind 120 sp. nur im Susswasser, 100 im brackischen und 10 in beiden. Hier dominiren noch die Cypriniden mit 55 sp., die Cyprinodonten haben 19, die Perciden noch 10. Nur 5 sp. sind auch in S&dmexiko und Centralamerika. Chihahua hat noch Notropis und Etheostoma (2). Endemisch sind hier 64 sp., aber die Majoritat haben die Fische des Mississippibeckens — selbst noch z. B. Hyodon, Sciaeniden (12), Afredoderus, Cantrarchiden (12), Etheostomatiden (16), Hecht. Die brackischen Formen der Kiiste sind siidlich (Gobiiden, Carangiden, Tetrodontiden, Blenniiden, Atheriniden etc.). In den Quellgebieten der Sierra Madre in 7—8000 Fuss HBhe, in Colorado und Texas, ist, wie in den ganzen sudlicben Rocky Mountains, ja bis Chihahua und an der Grenze von Durango und Sinaloa eine Forelle (Salmo mykis = S. syno- nyme) haufig — der letzte Salmonide nach Suden. Der Rio Grande del Norte hat also in seinen Quellflussen eine Forelle, an seiner Miindung eine Characine (Tetragonopterus argentatus) — ein Beweis, dass die Natur keine scharfen Grenzen kennt. Der Mugil cefalus des Mittelmeeres, auch im Golf von Mexiko haufig, geht in die Flusse und Strandsee von Texas ebenso wie in Tunis. An Chromiden hat Texas auch nur 1 (Heros cyanoguttatus). Der Rio grande hat 80 sp., der Wabashfluss 130. Ferner ist wichtig das Meekscbe Verzeichnis der Fische von Arkansas (132 sp. — 13 Siluriden, (1 Catostomiden), 39 Cypriniden (19 Notropis), 31 Etheustomiden, 13 Centrarchiden — aber nur 3 Cyprinodonten, zu 1 Aal, Salmo (irideus), Sciaenid (Aploidinotus gruuniens), Cottus (Bairdi), Atherinid, Petromyzon — 2 Hechte, 4 Ganoiden (Amia und 3 Lepidosteus), Scaphi- rhynchus, 2 Clupeiden, endlich Afredoderus und Elassoma — also gleich- massig den anderen Laudern des Mississippibecken. Von den Fischen Trinidads erwahnen wir (nach Eigenmann) Pleco- stomus Robinii, Hemiancistrus quacharote, Trinitatis (end.), Hoplostemon littorale = Stewardi Gill (Callichthys c. = Kneri), Corydoras aeneus Gill (Silur), Stewardia (Corynopoma) brevoortii, Tetragonopterus (Char.) uni- 24 lineatus, Odontostilbe pulchra, Rivnlus micropus, Girardinins guppi (Cyprinod), Crenicichla frenata (Chrom.), Astronotus pulculchra, biroaculata) Goyaz). Cope hat von der amerikanischen Expedition am Rio Grande de Sul ein Verzeichniss von 39 spec, darunter 20 neue, wodureh nach Hensel und Ihering die Zahl der bekannten Arten auf 66 steigt. Neu sind Xifo- rhamphus brachycefalus, Asifonichthys stenopterus, Cborimycterus tenuis, 4 Tetragonopterus, Chirodon monodon, Diapoma (n. g.) speculiferum (9 aus 15 Charac), 1 Carapus, Sternopygus, 5 aos 14 Siluriden (Rhamdella straminea, Hisonotus levior, leptochilus, Otocinclus flexilis, Plecostomus aspilogaster), 2 aus 6 Chromiden (2 Geofagus), und endlich Symbranchus marmoratus und Girardinius caudimaculatus. Aus Patagonien ist Cristiceps Eigenmanni Jordan, aus Magelianien Salilota australis. Aus A r u b a ist neu Poecilia vandepolli Jeude (Leyden Mus.). Von Jamai ka kam Agonostoma roonticola, microps in 7000 Fuss Hohe. Von Haiti erwahnte Hilgendorff Poecilia tridens und Maltzani. Jordan erwahnt inehrere spec, von dort. Aus Patagonien ist Cristiceps Eigenmanni (Jordan). Aus dem Parana stammt Achirus Lorentzi Jordan (Coll. Weyhen- burg), aus der Laplata-Mundung Haloporfyrus ensiferus. Von Payta koinmt auch die Mysteroperca xenarcha (Jordan) der Galopagos. Aus Chile hat Filippi neu Rhina armata (19 Haie, 3 Carcharias, 2 Lamna, 2 Notidanus, Zygaena peruana), Histioforus audax, Trochocopus canis, Graus nigra. Die Uebersicht der siidamerikanischen Fische von Eigenmann bringt zwar an sich wenig Neues, fasst aber das sebr zerstreute Material sehr iibersichtlieh zusammen. In einer vergleichenden Ubersicht hat er 126 europaische, 587 nordamerikanische und 1147 siidamerikaniscbe Flussh'sche, so dass mit Einrechnung von Mexiko, der Antillen und Centralamerika 1300 neotropische Flussfische beschrieben sind — das Maximum der Welt. Und zwar entfallen 466 auf Cfaaracinen — die damit die starkste Susswasser- familie sind, 449 auf die Siluriden (beide Famillen haben mehr als 3/4 aller spec. Siidamerikas) — 86 auf die Chromiden (hier Cichliden). Alle anderen Familien sind unbedeutend: 30 Steinopygiden (e.), 29 Cyprinodonten, 15 Gobiiden, 12 Clupeiden, 11 Sciaeniden, 10 Pleuronectiden, Batiden (Trygon), 5 Belonideu, Galaxiiden, Serraniden, zu 4 Petromyzontiden, Mugi- liden, Atheriniden, Polycentrideu, Batrachiden, 2 Haplochitoniden, Osteo- glossiden (mit Arapaima), zu 1 Lepidosiren, Symbranchus, Gymnonotus, Sparid, Tetrodon. Scharf ist der Gegensatz zu Nordamerika (nur 25 Siiu- riden) — aber 52 Cyprinodonten, 116 Perciden, 281 Cypriniden (incl. Cato- atomiden 51) — nur 2 Chromiden, aber 21 Cottiden, 28 Salmoniden. Die Percomorphi fehlen in Sudamerika. Alle gen. der sudamerikanischen Fische sind neotropisch bis auf Osteoglossum (Australjen, Malaisien) und Sym- branchus (Indien), ebenso die spec, (von den marinen abgesehen (Tylosurus). Die meiste Verwandtschaft ist noch mit Afrika (Siluriden, Characinen 86, Chromiden 29, Cyprinodonten haben selbst Sippen gemein) — von Pimelo- dinen 63 Sudamerika, 4 Afrika, von Tetragonopterinen. (Charac.) 159 Amerika, 29 Afrika, von Hydrocyoninen 54 Amerika — 5 Afrika, die Crenuchinen haben je einen Monotyp in beiden Gegenden, die Pimelodinen waren friiher in Europa (Sadleri in Bihar) und Nordamerika (Rhineaster im Wasad). Centralamerika ahnelt Sudamerika (3 Tetragonopterus gemein), wie Trinidad, ebenso die Autillen. Siidmexiko ist ein Ubergangsgebiet (debatable ground) mit Pimelodineen, Chromiden, Characinen, wahrend auch nordische Formen noch da sind (Lepidosteus, Bagrinen bis Guatemala). Interessant ist die Entstehung der Andenfische: Siluriden, Cypri- nodonten (abgeschnurt — so Orestias in Titicaca), Mugiliden (Protistium in Peru in 12.000', Gasteropterus in 7500'), Percilia, wahrend eine andine Form (Pygidium parvum) bei Callao das Meer erreicht. Eine marine Form ist endem. im Rio Doce (Tachisurus grandioculis). Manche spec, gehen von Trinidad bis Argentina (Callichthys callichthys, Plecostomus robinii, Hoplo- sternum littorale) oder bis in den Magdalenenfluss (Pimelodus clarias, Macrodon trahira, Leporinus obtusidens). Erst siidlicher ist eine antarktische Ichthys (Chile und Fatagonien 4 gen. e)^ die Pygidium von den Anden ent- lehnt. Die Westseite der Anden hat natiirlich eriger begrenzte Verbreitiings- bezirke, als die Ostseite, die fast eine unbeschrarikte Wasserverbindung be- sitzt. Uebrigens kennt man siidlich von La Plata erst nur 18 spec, und Wbhl im Ganzen erst 2/3 aller siidamerikanischer Fische (200 diirfte synonym sein). Von der Beute der Thayerexpedition ist erst die Halfte bearbeitet. Interessant ist, das die alteste Form der Siluriden, der noch bezahnte Diplomystax im mittleren Chile, also einer geologisch alten Gegend, lebt. Wenige spec, sind beiden Abhangen der Anden gemeiu. Im Ubrigen sind neotropisch yom Magdalenenfluss zum Plata 25 gen. mit 477 sp.,. ohne Sudost-Brasilien noch weitere 2L gen. mit 175 sp. Auf beiden Seiten der Anden sind 12 gen. mit 267 sp. — nur auf der westlichen 4 mit 5 sp. Das Maranonbecken (bis Guayana und zum S. Franciscofluss) hat 42= gen. 153 sp., alJein 23 gen. mit 45 sp., mit dem Rio Negro gemein 6 gen 8 sp., der Soli- moes 6 gen. 7 sp., der obere Maranon 10 g. 15 sp., Gujana nur 5 gen. 6 sp. end. (1 Anableps in Guatemala, Trinidad 1 gen. mit 4 sp.)j der S. Francisco- fluss 2 gen. und sp., der Magdalenenfluss 3 g. und sp, Sudostbrasilien 9 gen. 12 sp. — Die hohen Anden in Ecuador und Columbien 5 gen. 12 sp. — Der Platan1 uss nur den Coculiodon (amazonische Verwandtschaft, wahrend 11 gen. mit 78 sp.), weit verbreitet sind (Galaxias, Aplochiton etc.). Mittelamerika und Mexiko haben 14 gen. 18 sp. mehr, von denen 4 (Lepidosteus, AmiuruE, Ictalurus und Dorosoma) Eigenmann ftir Eiuwanderer aus den U. S. halt. Wir halten im Gegentheil Lepidosteus fiir eine alte mesozoische Reminiscenz (wie Lepidosiren). Von den allgemeinen chorologischen Bemerkungen sind einige mit den Jordanschen (S. 204 d. W.) zu vergleichen. Die gegenwartige Epoche sei die der Siluriden uud Characinen (was schon Schomburgk und Sauvage be- haupteten). Die Siluriden seien aber degenerirt (S. 6). Er fiihrt schliesslich 9 (tropische) Provinzen in Siidamerika an: 1. die pacifische (endemische spec, oder aus Centralamerika stammend, 2. die andine, 3. die des S. Magdalenen- fluss (ostliche Formen, nur 60 sp. bekannt, wenig Endemismus), 4. des Orinoko, nichts endemisches (aus der Flussverbindung erklarlich), 5. Guayana (ahnlicher dem Maranon, aber selbstandiger), 6. der Maranon (noch unge- niigend bekannt, dem Orinoko gleichartig), 7. Nordostbrasilien, S.; Francisco- fluss (wenig endemisches), 8. Sudostbrasilien (Rio, Minas Geraes, Parahyba), 9. endlich das bios negativ charakterisirte Argentinieh (Arten des Maranon, Verbindung bei Cuyaba, weniger mit Sudostbrasilien). Ins Detail einzugehen verbietet uns die Geduld des Lesers, mehr als der Raum. Erwahnen wollen wir nur, 1. dass Petromyzon acutidens und an- wandteri Filippi zu Mordacia mordax gezogen wild, 2. der Magdalenafluss behalt seinen endem. Trygon magdalenae (Steindachner), T. hystrix geht vom Plata zum Orinoko, 3. Pseudopimelodus zunigara geht vom Plata zum Magdaleuafluss, 4. Rhambdia pentlandi C. V. (Humbofluss) geht in den Titi- cacasee. Der chilenische Nematogenys bleibt Monotyp. Pygidium rivulatum des Ucayalifiusses ist im Titicacasee, P. dispar ist in Peru zu beiden Seiten der Anden, 6. 2 Loricarien (lima und uracantha) sind bei Panama auf dem beiderseitigen Abhang, 7. Lebiasina bimaculata geht von Ecuador bis Callao, 8. Leporinus Frederici reicht von Orinoco und Peru bis zum Laplatafluss, 9. Tetragonopterus microphthalmus reicht von Amatitlan (Guatemala) bis zum Rimakfluss (Peru), scabripinnis von Mexiko bis Rio Janeiro, petenensis Yom See gl. N. bis Argentinien, aeneus von Oaxaca bis Porto Alegre, 10. Serrasalmo spilopleura und Myletes brachypomus reichen vom Gujana zum La Platafluss — Pygocentrus nattereri vom Orinoko zum La Platafluss, 11. Sternopygus virescens, 12. Poecilia vivipara Bl. geht von Martinique nach Gujana und Brasilien, 13. alle Perciden sind in Patagonien (2) und Chile (4) (Percichthys trucha C. V. ist beiden gemein), 14. Heros und Acara (= Astro- uotus ocellata) geht von Paraguay bis Gujana, Geofagus brasiliensis vom Cancafluss zum La Platafluss. Eine Menge heute noch lokal endemischer Formen wird wohi eine grossere Verbreitung besitzen, bis man die nord- 26 brasilischen Fliisse mehr studieren wird, nnd die individuello Variation an Ortund Stelle untersucht haben wird. Diese zweite Periode der Kenntnisa — die lokale Forschung — ist fast uberall mit einer Contraction verbunden gewesen, die man deshalb auch hier erwarten darf. U Seite 88 wateeni ies Dructa eingelangt. Der mir riur durch einen franzo'sischen Auszug bekannte Vortrag Brown Goode's in der Biological Society of Washington iiber die Verbrei- tung der Fische enthait dennoch zwei Novitaten: 1. Die Leugnung einer universellen Tiefseefauna — gegeniiber der ge- wbhnlichen Ansicht — man kdnne in den Horizontalschichten keine Abgren- zung vornehmen. Unser reiches Material gestattet dem Leser eiue selbst- standige Beurtheilung, ob lie Unterschiede der Tiefen und der Lander — die wir ja bringen — fundamental sind oder nicht; 2. eine Eintheilung der Meeresfaunen nach Procenten der endemischen Faunen in nachstehende 11 Regionen: 1. Atlantischer Ocean im Norden. 2. Atlantischer Ocean im Osten (mit der mediterranen Subregion. 3. Atlantischer Ocean im Nordwesten (virginische Region mit der mexikanischen Subregion. 4. Atlantischer Ocean im Sudwesten (brasilische Region). 5. Pacific im Norden. 6. Pacific im Osten. 7. Pacific im Nordwesten. 8. Pacific im Centrum (Polynesien). 9. Pacific im Sudosten (Neu-Seeland). 10. Antarktischer Ocean. 11. Pacific im Westen (Indischer Ocean). Das Detail der Beweise kennen wir noch nicht — es fehlt der Atlan- tische Ocean im Sudosten — der allerdings wenig bekannt ist. Ks ist der erste Versuch einer selbstandigen Schilderung der Verbreitung der Fische auf der Erde, den ich wage. Das Beste, was bisher darilber geschrieben, steht in Griinthers Introduction to the study of fishes, Seite 193 bis 311. Giglioli's vortreffliche Coro- graiia dei vertebrati streift den Gegenstand nur nebenbei, sowie seinerzeit Schmarda, Heilprin ist hier sehr kurz. S. 285—305. Wallace beschrankt sich auf eine Wiedergabe des Giinther'schen Catalogue of the Fishes of the British Museum. Ja selbst von kleineren Monografien sind mir nur Dambeks Fische von Afrika als speziell geografisch bekannt. Sauvage hat werthvolle Bemerkungen (bei seinen Fischen von Afrika und Hinter- indien). Das ist aber Alles, was ich kenne. Besonders ist es bedauerlich, dass die hier so wichtige geo- logische Seite so wenig bearbeitet wurde. Seit Agassiz ist sehr viel einzelnes Material publicirt worden, aber der einzige Sauvage hat einschlagige Bemerkungen publicirt — eine entsprechende Uber- sicht fehlt. Und doch sind die Fische von alien Thieren die geologisch wichtigsten, wenn auch ihre Erhaltnng meist eine schlechte ist — schlechter als bei Saugethieren und Reptilien, da im tiefen Meeres- boden meist nur Zahne und Stacheln ubrig bleiben (so im tiefen bstlichen Stillen Meere). Dazu kommt, dass die Synonymik hier weniger Schwierigkeiten bietet als sonst, weil es moglich ist, sich ilberall an Giinthers Catalogue anzulehnen. Allerdings ist die geografische Kenntnis eine noch beschrankte. Nur Europa (excl. Macedonien und Alba- nien), dann Nordamerika, Westasien und Indien kann man als ^bekannt annehmen, in Siidamerika, Afrika und Australien hat unsere Kenntnis ebenso Lucken wie in Nord- und Mittelasien. Das ^zM^Pffi?^^ IV atlantische Meer ist das bekannteste — aber eigentlich nur ini Nordwesten (durch die US Fishery Commission) besser bekannt. Das Stille Meer kennen wir meist nur im Westen; Ost und Siid sind fast unbekannt, der Norden ungeniigend. Das arktische Meer ist etwas besser bekannt — das antarktische fast gar nicht, bis auf ein paar Fische in Kerguelen und Siidgeorgien. Ja selbst vom Mittelmeer ist der Osten fast unbekannt — sowie die Kliste von Marokko ausser durch den „Talisman". Die Hochsee ist durchwegs ungeniigend bekannt, ebenso die Tiefsee, die man erst unlangst zu erforschen angefangen. Es diirfte daher vielen voreilig erscheinen, dass wir den ersten Versuch einer selbstandigen Darstellung wagen. Es ist dies aber ein wichtiges Glied einer allgemeinen Chorologie, die ich seit 30 Jahren vorbereite. Das vorgeriickte Alter zwingt mich abzu- scliliessen, wenn meine Arbeit nicht nutzlos bleiben soil. Andererseits ist doch eine stattliche Fiille von Daten in den folgenden Zeilen aufgehauft, wie sie bisher nirgends auch nur annahernd beisammen Avar. In erster Linie muss ich hiefiir der Unterstiitzung des H. Di- rectors Steindachner danken, ohne welche diese Arbeit gar nicht moglich gewesen ware. Die geografische Zoologie, d. h. die Verbreitung der Familien, ist die uninteressantere, natlirlich unvollstandigere und — schon durch die ungleiche Natur des beniitzten Materials — fehler- reichere Partie einer jeden solchen Arbeit. Man kann wegen des beschrankten Raumes, den eine solche Ubersicht einnehmen darf, unmoglich alle Monografien aufnehmen und iibersieht bei der zer- streuten Literatur leicht einen oder den anderen Irrthum der Quellen. Dennoch wage ich den Versuch: mogen ihn andere bessern, es wird ihnen leichter werden, als mir dieser erste Versuch. Die zoologische Geografie, d. h. die Faunen der einzelnen Meere und Lander, ist schon an und fur sich dankbarer und durch die Vorarbeiten leichter. Es ist begreiflich, dass diese Abtheilung stets die bessere und beliebtere Partie sein wird. Hier musste ich eher Vieles auslassen und mich einschranken, wenn die Arbeit druckfahig werden sollte. Insbesondere gilt dies von der so dankbaren, aber auch schwierigen geologischen Partie. Noch ist der Boden zu unsicber, auf dem man viele Hypothesen bauen konnte. Die Geschichte der Verbreitung muss erst geschrieben werden. v Nachstehende Grundzlige aber sctieinen mir plausibel. In Ubereinstimmung mit deu altesten Sageii (s'eit Berosus) scheint alles organische Leben von der Meereskiiste ausgegangen zu sein, jind zwar von der Strandlinie zwischen Meer und Land. Die Riistenfische sind darum anch uralt. Natiirlich haben sich die Fische der Schlammkiisten besser und zahlreicher erhalten, als die der Steil- und Korallenkiisten. Darum dominirt in der palaeozofischen Epoche die Familie der Ganoiden, deren wenige Reste heute noch Schlammfische sind (Amia, Lepidosiren, Protopterus). Die mesozoische Zeit zeigt uns entscMedene Hochseefische und eine reiche Entwicklung der Selachier, die wotil auch andere Fisch- arten voraussetzt, als die bisher bekannte geringe Anzabl. Die Tertiarzeit ist auch hier die Zeit der Differenzirung nach Meeren und Klimaten, der Ausbildung der einzelnen Landerfaunen und im Grossen wohl auch der eigentlichen Slisswasserfische. Diese scheinen sich durch Absperrung aus den Brackwasser- und Wanderfischen gebildet zu haben, wie ja heute noch Cypriniden und Gasterosteiden auch Brackwasserfische, Salmoniden Wander- fische sind. Die ganzliche Unbekanntschaft mit der geologischen Geschichte Afrikas und Siidamerikas bildet hier eine grosse Liicke. Die arktischen und antarktischen Fische scheinen aus dieser Zeit zu stammen, da die ersten wenigstens schon in der Eiszeit vorhanden waren (Mallotus in Norwegen z. B.). In Europa, dessen Slisswasserfische (im Centrum wenigstens) wohl meist aus dem Ostenkamen (Cypriniden, Acipenseriden), scheint der Prozess der Artbildung schon lange voriiber, mit Ausnahme vielleicht der jtingsten Familie der (meist postglacialen) Salmoniden. Aber in Siidamerika z. B. scheint er noch fortzubestehen, es ware uns sonst schwer, die Unmenge der Characinen und Siluriden zu erklaren, die sich viel- leicht noch im Ubergangs- (Differenzirungs-) Stadium befinden. Australien und Malaisien haben noch die meisten Meeresfische in stissen Wassem, vielleicht weil diese sehr jung sind (Murray z. B. posttertiar). Noch sind Karten der Wanderungen und des Endemismus — wie sie Drude jiingst fur die Pflanzen versucht, etwas voreilig, da fggjggl^^^w^^^^^m^: Wm^WW: VI die Geologie der Lander hier ein Wort mitsprechen muss. Das wenige, was wir wissen, reiclit nur zu einzelnen Bemerkungen, z. B. der Reichthum zweier siideuropiiischer Halbinseln (Spa- nien imcl Balkanh.) gegeuiiber der Armut Italiens, der grosse Reiclitlium Nordamerikas gegeniiber Nordasien, der subtropisclie Oharakter des Mittelmeeres, das maximum der Endemismeu in Malaisien. Alles dies wircl man an Ort und Stelle finden, wenn auch nur kurz. Wer mehr wissen will, clem stehe ich zu Diensten. Durch die lange Verzogerung des Druckes sind viele Noten zugewachsen. Insbesondere musste die Liste der Tiefseefische angehangt werden. Und cloch fehlt noch so viel! Scliliesslich danke ich alien, die mir hiebei geholfen — ins- besondere Dr. Steindachner, Prof. Hilgendorf, Dr. Strauch, Baron J. Gruerne, fDr. PanCi6, Dr. Meyer (Dresden), F. v. Tempsky. Prag, 30. Oct. 1887. 2. Miirz 1891. Prof. Dr. Joh. Palacky. INHALT. 1- Theil. A. Acanthopterygier. 1. Gasterosteiden......................... 1 2. Beryciden (Zusatze S. 231).................... 2 3. Perciden: a) Barsche...................... 3 b) Serraninen.................... 5 c-g). Priacanthinen................... 6 h) Apogoniden.................... 7 i) Grystineen..................... 7 k-1) Pristipomatiden ................. 8 4. Mulliden............................ 9 5. Spariden............................ 10 6. Chaetodontiden......................... 11 7. Scorpiden, 8. Cirrhitiden, 9. Chidden............... 12 10. Scorpaeniden.......................... 13 11. Cottiden............................ 14 12. Trachiniden.........................• . . 15 13. Sciaeniden.......................... 17 14. Polynemiden, 15. Sfyraeniden, 16. Trichiuriden........... 18 17. Scomberiden ....*...................... 19 18. Carangiden........................... 21 19. Gobiiden (Zusatze S. 232)................... . 23 20. Callionymiden.......................... 24 21. Discobolen, 22. Oxuderces, 23. Batrachiden............ 25 24. Pediculati, 25. Blenniiden.................._ . 26 26. Acanthoclinus, 27. Comephorns, 28. Trachypteriden......... 28 28 b) Lophotes (Zusatze).......................232 29. Teuthiden, 30. Acanthuriden.................. 29 31. Hoplognathus, 32. M.alacanthus, 33. Nandiden, 34. Polycentriden, 35. La- byrinthfische......................... 30 36. Luciocephalus, 37. Atheriniden.................. 31 38. Mugiliden, 39. Oficefaliden................... 32 40. Trichonotiden, 41. Cepoliden, 42. Gobiesociden, 43. Psychrolutes, 44. Neophrynichthys, 45. Centrisciden............... 33 46. Fistulariden, 47. Mastacembeliden................. 34 48. Notacanthinen .......................... 35 B. Pharyngognathen. 49. Pomacentriden......................... 35 50. Labriden............................ 36 51. Seariden........................... 37 52. Odaciden, 53. Embiotociden, 54. Chromiden...... ..... 38 VIII C. Anacanthinen. " Seite 55. Gadopsis, 56. Lycodiden.................... 39 57. Gadiden............................ 40 58. Ofididen............................ 41 59. Macruriden........................... 42 60. Ateleopus u. Xenocefalus, 61. Pleuronectiden........... 43 62. Eupharynx u. Gastrostomus................... 44 D. Fhysostomen. 63. Siluriden............................ 44 64. Characinen........................... 47 65. Haplochitoniden, 6Q. Sternoptychiden............... 48 67. Scopeliden........................... 49 68. Stomiatiden, 69. Salmoniden................... 50 70. Percopsis, 71. Galaxiden, 72. Morniyriden, 73. Gymnarchus..... 53 74. Hechte, 75. Urabriden, 76. Scomberesociden ........... 54 77. Cyprinodonten......................... 55 78. Hohlenfische, 79. Cypriniden .................. 56 80. Kneria, 81. Gonorhynchus, 82. Hyodon, 83. Pantodon....... 59 84. Osteoglossinen, 85. a) Clupeiden................ 60 85 b) Bathythrissa (Notaeus), 86. Chirocentrus, 87. Alepocefalus .... 61 88. Notopterus, 89. a) Halosaurus, 89. b) Holopleuriden, 90. Gynonotiden, 91. Symbranchiden, 92. Aale.................. 62 93. Pegasiden........................... 64 E. Lophoforanchier. 94. Solenostoma, 95. Syngnatbiden................. 64 96. Seepferdchen.......................... 65 F. Plectognathen. 97. Triaeanthinen . . ..................... 65 98. Ostracioniden, 99. Triodon, 100. Tetrodonten........... 66 101. Sonnenfische.......................... 67 G. a) G-anoiden. 102. Ganoiden (Zusatze S. 233).................... 67 G. b) Chondrosteer. 103. Chondrosteer.......................... 69 H. Chondropterygier. 104. Chimariden......................... 69 105. Haie, a) Carchariden...................... 70 b) Lamniden....................... 71 106. Batiden............................ 72 J. Cyclostomen. 107. Petromyzontiden........................ 74 108. Myxiniden........................... 75 K. Leptocardier. 109 Amphioxus...........................75 Sehlussfolgerungen aus der Vevbreitnng der Familien......... 75 Anhang: Liste der Localfaunen nacb Spezieszahlen.......... 78 IX II. Greogr-afiselier TlxeiL Verbreitung nach Landerfaunen. Seite §. 1. Geologische Einleitung................. 81 §. 2. Eintheilung der Fische nach der Lebensweise .... 84 §. 3. Hochseefische (Zusatze S. 233).............. 84 §. 4. Tiefseefische...................... 86 §. 5. Einth.eilu.ng der Faunen................. 87 §. 6. I. Meeresfische. Eintheilung........... . . 89 §. 7. Der G-rosse Ocean..................... 92 §. 8. Das arktische Meer................... 95 Liste 95—97. Das Weisse Meer................97 Novaja Zemlja, Spitsbergen, Jan Mayen S. 98, Gronland Island, Bareninsel 97, Aljaska 100. §. 9. Der nordliche atlantische Ocean.............101 Atlantische nordamerikanische Gebiet S. 101, England 103, Belgien 104, Holland, Daneinark, Helgoland 105, Faroer, Skandinavien 106, Ostsee 107, Frankreich 108 (Zusatz S. 234), Spanien 109, Portugal, Azoren 110, Canaren, Madeira 111, Marokko 112. §. 10. Das Mittelmeer.......................112 Liste der Tiefseefische S. 114—116, Ostspanien 116, Valencia, Bale- aren, Algier, Tunis 117, Adriatisches Meer 118, Zusatz Fiume. Schwarzes Meer 119, Tanger, Beirut, Constantinopel, Frankreich 120, Italien 122, Malta, Egypteu, Griechenland 124. Zusatz Creta. S. 235. §.11. Das mittlere urid siidliche Atlantische Meer......124 Bermuden, Golf von Mexiko S. 125, Antillen, Florida, Cuba 126, Zusatz Bahamas, Capverden, Acunha, Ascension 127, Helena, Bra- silien 128, Liste 128-130, Montevideo, Gujana 130. Laplata- becke, Senegal 131, Cap der guten Hoffnung 133. §. 12. Der Stille Ocean......................134 Kamtschatka 135, Nordosten 135, Californien 136 (Zusatz 236), China 138, Japan 139, Osthalfte des Stillen Meeres 141, Westmittelame- rika 141 (Zusatz), Westkiiste Siidamerikas 142, Peru 143, Chile 143, Antarktische Ichthys 144, Magellanien 145, Neuseeland 146, Australien 150, Tasmanien 152, Melanesien 152, Neu Guinea 153, Oceanien 154, Sandwichsinseln, Fitschiinseln 156, Malaisien 157, Java, Sumatra 157 (Zusatz), Amboina, Molukken 158, Filippinen Liste (Zusatz 236), Indien 159 (Zusatz), Ceylon 160, Nikobaren 160, Siam 161, Cochinchina 161, Rothes Meer 161, Persischen Golf 161, Ostafrikanische See, Zanzibar 162, Mozambik, Madagaskar, Mauritius, Bourbon 163, Seyschellen 164. Susswasserfische (sieh §. 6.) §.13. Europa.......................... 164 Norwegen S. 166, Skandinavien, Nordural, Finnland, Danemark, Polen 167, Deutschland 168 (Zusatz), Osterreich 169, Bohmen, Mahren, Ungarn, Siebenbiirgen, Russland 170, England, Frank- reich 172, Schweiz, Holland, Belgien 173, Italien 174, Balkan- halbinsel 175, Griechenland 176. Montenegro (Zusatz S. 237). 8.14. Asien............................176 Sibirien S. 177. Turan 178, Kaspisches Meer 179, Innerasien 180 (Zusatz 238), China 181, Japan, Kleinasien 183, Palestina 184 (Zusatz), Kaukasus, Mesopotamien, Syrien 185, Persien, Indien 186 (Zusatz), Hinterindien 187, Malaisien 189. "* H ¦vg X Seite §. 15. Australien.........................191 Liste S. 193, Nordaustralien 192, Westaustralien 193, Ostaustralien 194, Victoria, Tasmanien 195, Oceanien 196. §. 16. Af rika............................ 196 Norden S. 197, Nordosten, Innern, Westen 198, Siiden 199, Insel- welt 200. (Zusatz S. 238). §. 17. Amerika. Allgemeine Gesetze ..............201 Britisches Amerika S. 205, die US 206, Neu-England, Mississippi- becken 208, Atlantische Kiiste, Florida 209, Gemassigter Westen der US 210, Neotropische Ichthys 211, Mexiko 212, Centralame- rika 213, Guatemala 212, Panama 213, Ecuador 213, Antillen 214, Cuba 214, Brasilien 215, Gujana 216, Laplatabecken 216. Tabelle der Fische des Meeres urn Malaisien.............218 Anhang. Liste der Tiefseefische.................220 Meeresfische der Filippinen.....................2<;8 Zusatze und Berichtigungen................. . . 231 A. Acanthopterygier. l. Familie Gasterosteiden (l g., 12 sp. bei G&uther Catalog. Introduction 10 — ohne 12 dubiose —, bei Sauvage 40—47, da Blan- chard allein fur Frankreich 8 neue sp. aufstellt, die nicht allgemein anerkanut werden). Sie sind eine nordische, circumpolare oder arktische Familie, die meist aus Brackwasser- oder Siisswasserfischen besteht; Spinacbia ist der einzige Meeresfisch, bei Gunther sind aber fast alle Brackwasserfische. Ungewohnlich tief ist aber ihre Slidgranze (Central- afrika 1 sp. Proc. Zool. Soc. 1872, Grant ex Ukumi), Mongolien (Da- lainor), China (G. sinensis Guichenot), Japan (G. japonicus Steind.), und Californien (Tularesee USRREE. G. raicrocefalus). Die Mehrzahl der Formen ist, wie bei den meisten circumpolaren Familien, in Nordamerika zu Hause (Sauvage 22 sp.), die allerdings jetzt wieder zusammengezogen werden (s. w.); was eben die richtige Entwicklung der, Kenntniss eines Landes rait sich bringt, dass man zuerst die verschiedenen einzelnen Formen und dann erst ihre Binde- glieder kennen lernt. Wie Indien, Hinteriudien, Centralasien, Turkestan, scheinen sie einem Theil des Mittelmeergebietes, dem grossteu Theil des Donaugebietes, sowie Bohmen zu fehlen. Ihr Alter ist bei dem Mangel fossiler sp. schwer zu bestimmen. Man konnte annehmen, dass sie zur Glazial- zeit sich nach Siiden verbreiteten (bis auf Centralafrika) und uur das Amurland, wo keine Eiszeit bisber bekaunt. (Wojejkov), bildet eine Aus- nahme, sowie Spinachia (herab bis Rochelle und Neufundland).1) V Westsibirien (Finsch), Ostsibirien, Baikal, Amur (Dybovski) 0, Neusibi- rische Exped. 1, Wellington chanell 1 (G. insculptus), Pt. Barrow, Berings- insel 2 (Stejneger, pungitins und catafractus), Gro'nland 3 (1 Liitken), Europa 7 (Giinther, 9 Fatio, 10 Bonapariq). Skandinavien 3 (Nilson), Norwegen 3 (Collett), Ostsee 3, Finmarken 3 (Malmgr6n), Eugland 3 (Coach), Schweiz 1 (gymnurus Fatio). Frankreich 13 (Blanchard, 3 Moreau), Spanien 1 (aculea- tus Cadix), Portugal 1 (brachyventris Steind.), Italien 1 (bis Neapel aculoa- tus — andere 3 end.), Algier 1 (brachycentrus Val. 1= leiurus, aculeatus Gervais)..in der Metidja (Playfair), Deutschland 3 (pungitius Salzsee bei Halle), Osterreich 2 (Heckel), Polen 2 (Tacanovsky), Russland 3 (Pallas), Schwarzes Meer 2 (aculeatus, platygaster), Perekop 1 (e G. Fischeri), Aral- see 1 (Platygaster), Caspisches Meer 1 (idem), Kamtschatka 1, China 1, Japan 2 (Bleeker), Mongolien 1, Nordaraerika (US Jordan 1876 16 [4 gen., J. Palacky: Die Verbreitung der Fische. ^ 2. Familie Beryciden (55 sp. im Cat. Gunthers) 65 Iutrod., jetzt iiber 75, 10 gen. (21 jetzt, Holocentrum 30 sp., 18 Myripristis C, die Jordan als Familie der Holocentriden abtrennt) jetzt raehr Anomalops (me Fici, Kner), Heterophtbalmus (Bleeker iu Meuado), Melamfaes (suborbi- talis Challenger megalops), Plectromus (crassipes Bean), Poromitra (Agassiz, capito) Atlant. Tiefseefische, Harpage (rosea) m (Devis), Clei- dopus (gloria mar. id.) Oceanien, Neoniphon (Ql), Acanthochaenus, Ste- fauoberyx (monae Gill, beide als besondere Familie), Caulolepis (Gill-US). Sie sind jetzt meist tropisch und zwar mit dem max. im Indiscben Ocean (Gtinther daselbst 25 Holocentrum, 15 Myripristis (die einzigen die nieht Tiefseefiscbe sind). Hier ist aucb der einzige Flussfisch (Clei- dopus gloria maris [Devis]) im Brisbanefluss (Australien). Jetzt sind ausserbalb der Tropeu nur Trachichthys (Neuseeland, Tasmanien, Japan), Hoplostethus mediterraneus (Tiefseefisch in 600 m bei Sardinieu, aucb bei den Azoreu, Madeira und Japan [das iiberhaupt reich daran ist], dann hat sie der nordliche atlantische Ocean. (in der Tiefsee durcb den Golfstrom Holocentrum longipinne Rhodeisland) bis Norwegen. wo ex. von Beryx decadactylus (auch in Japan) als borealis Diiben beschrieben wurden (ex. Collett); B. splendens an der Ostkiiste der US (Japan), wie auf den Azoren, in Madeira (wo auch Polymixia nobilis, wie bei St. Helena), endlich an der Westkiiste von Spanien (Cadix, Bonaparte scbon 1846) und Portugal (Lissabon-Steindacbner). Nach Liitken sind Jugendformen beider als Rhynchichthys, Rham- pboberyx, Rhinoberyx beschrieben worden; so ist auch nach Gill Acan- thochaenus vielleicht nur der erwachsene Stefanoberyx. Es hangt dies wohl damit zusammen, dass die Beryciden zu den altesten Teleostiern gehoren, und in der Kreide die zahlreichste Fa- milie bilden; man zahlt an 16 gen. (Beryx, Kreide von England), Pseudoberyx (Libanon Kreide), Berycopsis, Homonotus, Stenostoma, Stenocefalus (Kreide von Westfalen), danu Hoplopteryx (bei Anderen Sciaenid 2) (ib.), Platycomus (2 germauus, gibbosus), Podocys, Acro- gaster (ibid.), Acanus (Glaris), Macrolepis (auch Westf.), Rhacolepis (brasilische Kreide), Holocentrum (Londoaclay), Myripristis (2 ib., 4 Mte Bolca), Beryx insculptus in N Jersey, Metoponichthys longirostris, octa- canthus, Acanus croaticus (Kranb. im Croatischen Tertiar, in Lesina B. subovatus [Bass.]. Daher stammt wohl die grosse Verbreitung einzelner spec: Hoplostethus mediterraneus auch im Mittelmeer sehr selten (4 ex. Moreau 2 aus Italieny 2 Nizza), Madeira, Azoren (Hilg.), Marokko (Ta- lisman), Japan (:=: japonicus), Chesapeakebay (US), Trachichtys elon- 4 sp.?], Pygosteus concinnus im Saskacewan — am haufigsten G. novaebo- racensis) — 1882 7, Pacificslope 7, Neufnndland 3 - 4, Oregon 3, USRREE 7, Oberer See 2, Agassiz. F. bor amer. 4, Kansas 1, coll. Kumljen 2, Stid californien 2 (artesische Brunnen). Von den 48 sp. der Sauvageschen Mono- graphie sind 13 franzosisch, 24 nordamerikanisch, 2 in Island (e islandicus Gaymard), 2 in Gronland (e dimidiatus Reinhard), 4 in Newfundland, 5 in Californien, 1 (e) in Texas, 3 in Italien, 1 im Schwarzen Mee.r • (ponticus e), v 1 in Schottland e, 1 in Algier, 1 in Karntschatka (obolarius e). . ¦ \ i gatus Madeira, Australien und Neuseeland (Trailli Hutton), Monocen- tris japonicus China, Filippin, Australien, Mauritius, Beryx decadactylus Japan, Canaren. Azoren, Madeira, splendens Madeira, China, Norwegen, Cuba (Poey), US (Albatros iu 460 Faden), Polymixia lowei, Cuba, Canareu, Holocentrum sammara Cap, Rothes Meer, Indien, Amboina, Diadenia Rothes Meer, Madagaskar, Indien, China, Tonga! Denn diese Erscheinungen lassen sich meist nicht durch Wande- rungen erklaren und sind w.ohl eine Remanenz der alten Zusammcn- gehorigkeit aller Meere (wie Notacanthiden, Scomberiden, Carangiden, Sprotten in Tasmanien und Neuseeland, wie Maurolicus amethystinus daselbst etc. Siud doch in Neuseeland von 9 sp. Lamniden 4 euro- paisch, in Australien 7 von 20 !2) 3. Die Perciden (sensu latiore) sind eine der grossten Fami- lien — heute mindestens 900—1000 sp., und werden darum gewohn- lich in mehrere Sippen getheilt, deren Verbreitung sebr differirt. Sie siud im Meere, wie in stissen Wassern verbreitet (96 Slissw. Sau- vage), nur dass es gewohnlich (ausser Nordamerika) nur einzelne sp. im Siisswasser gibt, aber z. B. in Neu-Guinea (Sudosten) von 43 sp. 13! (M'Leay). Sie sind am zahlreichsten in Nordamerika (140 Jordan), Cuba, im Iudischen Ocean und Australien (186 M'Leay, jetzt 32 mehr), aber schwach vertreten im Atlantischen Ocean, im Mittelmeer und den antarktischen Wassern. Wir theilen sie (mit Giinther) in 10 Sippen: a) Percideu (und Etheostomatiden), b) Serrauiden, c) Priacanthinen, f) Pentaceros, g) Cros- soderma (?), h) Afredoderus, i) Elassoma, k) Pristipomatiden (incl. Gerres G. J. — im Catalog [Gerres] die 57 Familie). Manche Abtheilung wird oft sonst als Fa